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ESG-Engagement von Private-Equity-Gesellschaften nimmt zu

Einer Studie von Aberdeen Standard Investments (ASI) zufolge nimmt das ESG-Engagement von Private-Equity-(PE)-Gesellschaften zu. Die Erhebung zeigt in Europa ein anhaltend starkes und im asiatisch-pazifischen Raum (APAC) ein zunehmendes Engagement.

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Merrick McKay, Head of European Private Equity bei Aberdeen Standard Investments, sagt: „Es ist ein allgemeiner Trend erkennbar, dass Private-Equity-Gesellschaften ESG-Aspekten eine immer größere Bedeutung beimessen, wobei in Europa ansässige Firmen eine Vorreiterrolle einnehmen. Es gibt immer noch Raum für Verbesserungen in Bezug auf die Fähigkeit der Unternehmen, wichtige ESG-bezogene Kennzahlen zu messen und zu überwachen – ein Punkt, den wir bei unseren Diskussionen mit den GPs vorantreiben werden. Die Ergebnisse von Unternehmen aus dem asiatisch-pazifischen Raum stimmen uns zuversichtlich, denn eine Reihe von Befragten haben im vergangenen Jahr Initiativen zur Verbesserung ihrer ESG-Performance umgesetzt. Hinsichtlich des ESG-Engagements hinkt Nordamerika hinter Europa und der APAC-Region hinterher. Mit GPs, die sich nicht an der Erhebung beteiligt oder im Vergleich schwach abgeschnitten haben, werden wir diesbezüglich in Kontakt treten. ESG gehört nach wie vor zu den Kernkomponenten unserer Anlagephilosophie und fließt in unsere Due-Dilegence- und Überwachungsprozesse mit ein.“
© Aberdeen Standard Investments

Bei Private-Equity-Gesellschaften steigt eindeutig das Bewusstsein für Themen wie den Klimawandel, und sie reagieren mit Maßnahmen wie dem CO2-Ausgleich und einer verringerten Nutzung von Einweg-Kunststoffen.

Europa und Asien voran in punkto Nachhaltigkeit
Nur 38 Prozent der befragten Unternehmen sind jedoch Unterzeichner der Prinzipien der Vereinten Nationen für verantwortliches Investieren (United Nations Principles for Responsible Investment, UNPRI), des Globalen Pakts der Vereinten Nationen (United Nations Global Compact, UNGC) oder ähnlicher Initiativen. Die Studienergebnisse verdeutlichen auch, dass in Nordamerika ansässige Firmen diesbezüglich offenbar hinter ihren europäischen und APAC-Pendants zurückbleiben.

Nur jede zweite Gesellschaft antwortete
Die nunmehr das fünfte Jahr in Folge durchgeführte Umfrage zielt darauf ab, den aktuellen Stand des Engagements sowohl auf der Ebene der General Partners (GPs) als auch auf der Ebene der zugrunde liegenden Portfoliounternehmen zu überprüfen. Die Umfrage wurde an 176 GPs in Europa (60), Nordamerika (82) und APAC (34) verschickt, wovon sich 52 Prozent  beteiligt haben. Die teilnehmenden Gesellschaften erhalten anhand ihrer Antworten ein allgemeines ESG-Rating.

Wichtige Aspekte
GPs in Europa messen ESG-Aspekten weiterhin eine große Bedeutung bei und die Anzahl der an der Umfrage beteiligten Unternehmen, die mit Grün eingestuft wurden, blieb 2019 konstant. In Europa wurde in keinem Fall das Rating Rot vergeben. Über die Hälfte der Teilnehmer haben während des Jahres mindestens eine positive ESG-Veränderung durchgeführt und viele haben mehrere Initiativen ergriffen. 

Nordamerikanische PE-Firmen sind nur zu einem Drittel UNPRI-Unterzeichner
Aus den Ergebnissen geht hervor, dass Nordamerika nach wie vor nicht mit Europa und der APAC-Region mithalten kann. Weniger als ein Drittel der befragten GPs haben die Prinzipien der Vereinten Nationen für verantwortliches Investieren (United Nations Principles for Responsible Investment, UNPRI), den Globalen Pakt der Vereinten Nationen (United Nations Global Compact, UNGC) oder Ähnliches formell unterzeichnet oder erwägen, dies zu tun. Tatsächlich haben 39 Prozent keine entsprechenden Pläne. Die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (United Nations Sustainable Development Goals, UNSDG) rücken zwar zunehmend in den Fokus. Viele der GPs suchen allerdings innerhalb der Branche nach Orientierung für deren Anwendung. 

Über PE-Gesellschaften mit Sitz in Europa
Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, sinnvolle Maßnahmen in Bezug auf ESG ergriffen zu haben, darunter CO2-Ausgleich, Reduzierung von Flugreisen und eine verringerte Nutzung von Einweg-Kunststoffen. Über 80 Prozent erklärten, dass sie Initiativen zur Förderung der Vielfalt (Diversity) vorantreiben und Diversity auf der Ebene der Portfoliounternehmen unterstützen, wenngleich oftmals noch keine Überwachungsverfahren eingeführt wurden. (kb)

 

 

 

 

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