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Erneuerbare-Energien-Studie: Diesen Fehler sollten Anleger vermeiden

Institutionelle sollten im Falle eines Erneuerbare-Energien-Engagements nicht monothematisch auf Sonnen- oder Windenergie, sondern im Idealfall auf beide Energiequellen setzen. Das hat gute Gründe, betont AREAM in einer Studie, bei der erstmals ein längerer Beobachtungszeitraum untersucht wurde.

AREAM-Geschäftsführer Markus W. Voigt
AREAM-Geschäftsführer Markus W. Voigt leitet am 13. Institutional Money Kongress in Wiesbaden einen Workshop zum Thema Erneuerbare Energien.
© Marlene Fröhlich / Institutional Money

Dass man nicht alle Eier in einen Korb legen sollte, gilt auch bei Investments im Bereich Erneuerbare Energien. Eine Bestätigung dafür lieferte zuletzt AREAM mit einer Studie. Diese zeigt, die Erträge von Sonne und Wind zum Teil deutlich voneinander abweichen: „Ein gutes Windjahr ist oft ein schlechtes Sonnenjahr“, erinnert AREAM-Geschäftsführer Markus W. Voigt. „Für Investoren, die jeweils jährlich ihren Anlageerfolg messen, ist deshalb eine Mischung der Energiearten sinnvoll.“

Erstmals jahresübergreifende Analyse
Die zeitlichen Unterschiede in den Erträgen von Wind und Sonne wurden bislang vor allem unterjährig analysiert. Zum ersten Mal legt AREAM laut eigenen Angaben eine jahresübergreifende Analyse vor. Darin zeigt sich, dass die Abweichung der Erträge der Energiearten Wind und Sonne von ihren langfristigen Mittelwerten zum einen teilweise sehr groß sind. Zum anderen zeigt sich auch, dass sich Sonne- und Winderträge oft gegenläufig bewegen.

Schlechtes und schönes Wetter wechseln sich ab
Zwischen 1996 und 2018 lagen die Erträge aus Wind und Sonne in nur fünf Jahren fast gleich. „In allen anderen Jahren erzielte eine Energieart immer deutlich mehr als die andere – und zwar durchaus im Wechsel“, sagt Voigt. 1998 etwa lagen die Erträge aus Wind bei 117,5 Prozent des Mittels, während die Solarparks nur 92 Prozent ihres zu erwartenden, mittleren Ertrags schafften. 2018 fiel die Bilanz anders aus: Die Solarparks erzielten ein Ergebnis von 117 Prozent, die Windanlagen dagegen schafften nur 87,8 Prozent des Mittels.

„Für Investoren sind die langfristige Rendite genau wie deren Planbarkeit entscheidend“, sagt Voigt. „Während die Erträge aus Wind und Sonne einzeln betrachtet jeweils stark schwanken, liefert ein 50/50-Mix eine deutlich stabilere Performance.“ Das Risiko des Investments sinkt dadurch. Vor allem für institutionelle Investoren, die regelmäßige Auszahlungen benötigen, ist eine solche Glättung wichtig.

Erträge von Sonne und Wind gemessen am langjährigen Durchschnitt

Portfoliotheorie gilt auch bei Erneuerbare Energien
Bislang fließt die überwiegende Zahl der Investments in monothematische Parks. „Die Portfoliotheorie hat bei den Investments in Erneuerbare Energien noch nicht wirklich Einzug gehalten“, sagt Voigt. Dies aber sei notwendig, um die Schwankungen der Erträge auszugleichen. „Diese Schwankungen sind auch nicht wirklich mit einem Risikomanagement zu glätten, da es sich um die Gegebenheiten der Natur handelt“, sagt Voigt. „Der beste Weg aber ist auch hier, zwei gering korrelierte Anlageformen – Sonne und Wind.“ (aa)

 


AREAM ist einer der vielen, namhaften Sponsoren des 13. Institutional Money Kongresses (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress Center). Neben einem Workshop gibt es auch ein Gruppengespräch zum Thema Investieren in Erneuerbare Energien. Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

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