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Eric Sturdza sieht Anzeichen für Überhitzung

Der Fondsmanager des Strategic European Silver Stars Fund von Eric Sturdza erachtet vor allem zyklische Aktien als heißgelaufen. Sofern die richtigen Einzeltitel gewählt werden, besteht aber noch etwas Aufwärtspotenzial.

Bertrand Faure, Fondsmanager des Strategic European Silver Stars Fund
Bertrand Faure, Eric Sturzda: "Zyklische Aktien haben weiterhin Kurspotenzial, aber zeigen Anzeichen der Überhitzung."
© Eric Sturzda

"Unsere fundamentale Analyse deutet darauf hin, dass viele zyklische Aktien nach ihrer rekordverdächtigen Outperformance Anzeichen einer Überhitzung aufweisen. Einige Kursreaktionen legen nahe, dass ein Großteil der guten Nachrichten bereits eingepreist ist", schreibt Bertrand Faure, Fondsmanager des Strategic European Silver Stars Fund bei der britischen Fondsgesellschaft Eric Sturdza Investments in einer "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Markteinschätzung. Der Strategic European Silver Stars Fund konnte im Jahr 2020 eine beachtliche Performance von 29 Prozent hinlegen und performt auch in diesem Jahr mit einer YTD-Performance von rund 14 Prozent ansprechend.

Laut Faure könnte die Berichtssaison im Sommer den Verlauf der Erholung beeinflussen. Der Impffortschritt und das Herauffahren der Wirtschaft führen seiner Meinung nach zu weiterem Upside-Potenzial an den Märkten.

Faure ist mit seinem Fonds derzeit gut unterwegs
Im April legte der Strategic European Silver Stars Fund um 3,13 Prozent zu und übertraf damit seine Benchmark, den STOXX Europe 600 NR, der um 2,21 Prozent zulegte. Das Plus wurde vor allem durch die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse getrieben, wobei besonders zyklische Aktien gut abschnitten.

Die größten Kursgewinne im Portfolio bescherten im April Ipsos, ein französisches Marktforschungsunternehmen, Akwel, ein Automobilzulieferer mit Sitz in Paris sowie Just Eat Takeaway, ein niederländischer Essenslieferdienst.

Ipsos verzeichnete im ersten Quartal ein starkes organisches Wachstum um 14 Prozent. Aufträge aus dem öffentlichen Sektor (teilweise mit Corona-Bezug) trugen mit 49 Prozent Zuwachs am stärksten dazu bei. Angesichts eines soliden Quartalsergebnisses und voller Auftragsbücher hat Ipsos seine Umsatzprognose für 2021 angehoben und erwartet ein stärkeres Ergebnis als 2019. Trotz der Erholung in den vergangenen Monaten ist die Ipsos-Aktie unserer Meinung nach immer noch zu niedrig bewertet.

Der Autozulieferer Akwel übertraf mit einem Betriebsergebnis von 114 Millionen Euro in 2020 die Erwartungen der Anleger. Ein laut Faure gutes Ergebnis für einen Automobilzulieferer angesichts des schwierigen Marktumfelds des vorigen Jahres, in dem die Automobilproduktion global um 16,2 Prozent zurückging.

Die Aktie von Just Eat Takeaway hat sich im April erholt, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal gute Ergebnisse präsentiert hat – die Bestellungen sind um rd. 80 Prozent gewachsen. Als positiv könnte sich auch die Positionierung von Just Eat Takeaway erweisen: der Essenlieferdienst hebt sich von seinen Konkurrenten dadurch ab, dass er seine Lieferanten als Angestellte beschäftigt. US-Präsident Biden hatte angekündigt, Essenslieferdienste dazu zu verpflichten, das Beschäftigungsverhältnis ihrer Lieferanten von einer freien in eine feste Anstellung umzuwandeln, was bei den Mitbewerbern die Kosten deutlich erhöhen würde. (aa)

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