Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Vermischtes
twitterlinkedInXING

Ende der Negativzinsen beschert Banken milliardenschweres Zubrot

Das Kerngeschäft der Banken ist zurück: Mit dem Ende der Negativzinsen im Euroraum lohnt sich auch Geldverleihen wieder. Allein fünf Banken sicherten sich Zinserträge in Höhe von 3,7 Milliarden Euro.

2.jpg
© Sergey Ryzhov / stock.adobe.com

Steigende Zinsen helfen den Banken: Die fünf größten Banken der EU, die bisher Quartalszahlen vorgelegt haben, konnten ihre Nettozinserträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,74 Milliarden Euro steigern, was einem Anstieg von 17 Prozent entspricht. Ihre Gewinne übertrafen durchweg die Prognosen der Analysten, auch wenn Kreditvorsorgen und Kosten ebenfalls stiegen. Über diese Entwicklung berichtet Bloomberg News.

Gewinne so hoch wie schon lange nicht mehr
Besonders stark war die größte französische Bank BNP Paribas, die den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte erzielte. Die Mailänder Mutter der HypoVereinsbank, UniCredit, meldete den höchsten Nettogewinn seit fast fünf Jahren.

Ein großer Teil des Erfolgs ist der Europäischen Zentralbank zu verdanken, die am 21. Juli angesichts der steigenden Inflation die seit acht Jahren geltenden Negativzinsen beendete und ihre Einlagefazilität auf Null anhob.

Die Kreditinstitute hatten den Schritt bereits vorweggenommen und in den letzten Monaten höhere Kreditzinsen verlangt. Ein Jahrzehnt lang hatten sie mit sinkenden Einnahmen aus der Kreditvergabe zu kämpfen, weil die Zinssätze auf historischen Tiefstständen lagen.

Die EZB hatte Mitte 2014 ihren Einlagesatz - die Zinsen, die sie den Banken auf die Einlagen bei der Zentralbank zahlt - in den negativen Bereich gesenkt. Damit wollte sie die Geldhäuser dazu bringen, mehr günstige Kredite an Unternehmen und Verbraucher zu vergeben. 

Dieser ungewöhnliche Schritt stützte die Wirtschaft und verbilligte die Finanzierung. Aber er stellte auch das Bankwesen auf den Kopf, da er die Institute dazu veranlasste, auch von ihren Kunden Gebühren für Einlagen zu verlangen.

Licht und Schatten
Nun treibt die Inflation die Kosten der Banken in die Höhe, und sie müssen mehr Geld für mögliche Kreditausfälle beiseitelegen, da sich die makroökonomischen Aussichten verschlechtern. Doch diese Effekte zeigen sich bislang noch nicht allzu stark. Insgesamt meldeten die fünf größten Banken 50 Prozent mehr Quartalsgewinn. Diese Woche folgen noch die Commerzbank und die Pariser Société Générale.

Die weiteren Aussichten sind freilich eher verhalten. Die Deutsche Bank etwa warnte vor schwerwiegenden Folgen, sollte Russland seine Gaslieferungen nach Deutschland einstellen. Vorstandschef Christian Sewing prognostizierte auf der Bilanzpressekonferenz, dass ein solches Szenario die Risikokosten in diesem und im nächsten Jahr um etwa eine Milliarde Euro in die Höhe treiben würde.

Für die Banken bedeutet die Zinswende natürlich auch das Ende der “Verwahrentgelte” genannten Negativzinsen auf Kundenkonten. Zudem werden sie wohl keinen Zugang zu den subventionierten EZB-Krediten haben, den sogenannten gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften (TLTROs) haben, die in den letzten Jahren eine wichtige Einnahmequelle darstellten. (aa)

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren