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Emissionsausblick EUR-Staatsanleihen für das dritte Quartal 2018

Die Euro-Staaten haben ihre Primärmarktaktivität im zweiten Quartal deutlicher als erwartet gedrosselt. Die Bruttoemissionen gingen um über 15 Prozent zurück, nicht zuletzt weil Italien wegen der jüngsten Marktturbulenzen vorsichtiger agiert hat. Das berichtet das LBBW Research.

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© styleuneed / Fotolia

In der Netto-Betrachtung reduzierte sich das Angebot am Staatsanleihemarkt sogar um mehr als die Hälfte.

Weiter sinkende Brutto-Emissionsvolumina im dritten Quartal 
Im Sommerquartal spricht das gewohnte Saisonmuster für weiter sinkende Brutto-Emissionsvolumina. Die Experten im LBBW Research gehen im Quartalsvergleich von einem erneuten Rückgang um beinahe 20 Prozent auf 188 Milliarden Euro aus. Nur Deutschland emittiert mehr Anleihen als im laufenden Quartal, obgleich der Bund seinen Emissionsplan für das dritte Quartal um sechs Milliarden Euro gekürzt hat.

Italien bleibt dabei ein Unsicherheitsfaktor
Das Angebot könnte noch stärker als von uns erwartet zurückgehen, falls die Marktturbulenzen anhalten beziehungsweise erneut aufleben.

Sasionuntypisches Verhalten des Nettoangebots an Staatsanleihen
Das Nettoangebot verhält sich dagegen im dritten Quartal saisonuntypisch: Weil nur relativ wenige Anleihen in den Sommermonaten fällig werden, steigt das Nettoemissionsvolumen kräftig von 45 Milliarden Euro auf etwa 75 Milliarden Euro an. Auf Frankreich entfällt im Sommer die Hälfte des Nettoangebots am Euro-Staatsanleihemarkt, Deutschland liegt mit vier Milliarden Euro knapp über null, die Niederlande verzeichnen ein negatives Nettoangebot  (siehe Chart).

Belastungsfaktor für September
Die Netto-Angebotskonstellation wird daher zum Belastungsfaktor für den Euro-Staatsanleihemarkt, und zwar vor allem im Monat September. Im Juli dagegen liegt die Summe aus Fälligkeiten und Kuponzahlungen, sprich der Wiederanlagebedarf, über dem Bruttoangebot, was die Kurse stützen dürfte.
  

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