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Edelmetalle unter Druck

Die Gold- und Silberkurse kamen letztes Monat vor dem Hintergrund steigender Sekundärmarktrenditen unter Abgabedruck. Auch Industriemetalle entwickelten sich etwas schwächer als im Vormonat. Der Ölpreis hielt sich hingegen wacker und legte leicht zu.

Martin Siegel
Martin Siegel, Stabilitas
© Stabilitas

Rohstoffinvestoren brauchten letztes Monat starke Nerven. So schwächelte beispielsweise der  Edelmetallsektor im März. Vor allem der Goldpreis sank weiter auf 1.714,60 US-Dollar pro Feinunze. Damit hat sich das Edelmetall gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent verbilligt. Auch der zuvor stark gestiegene Preis für Silber notierte zum Monatsende schwächer und schloss mit einem Minus von 9,6 Prozent bei 24,41 US-Dollar pro Feinunze. Das ist dem aktuellen Stabilitas-Marktbericht zu entnehmen.

„Die Edelmetalle haben im März eine Seitwärtsbewegung eingeschlagen, die Korrektur setzt sich demnach fort. Der langfristige Aufwärtstrend für Edelmetalle bleibt jedoch aus unserer Sicht intakt. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich angesichts täglich neuer Allzeithochs auf die Aktienmärkte. Vor diesem Hintergrund werden die Edelmetallmärkte von den Anlegern zurzeit vernachlässigt. Ingesamt erkennen wir hier eine gewisse Rotation der Märkte“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer von Stabilitas.

Minenaktien ebenfalls unter Druck
Der Blick auf die Entwicklung der Minenaktien im März ergibt ein ähnliches Bild wie beim Gold- und Silberpreis. „Die Minenaktien setzten ihre Korrekturphase fort. Der langfristige Aufwärtstrend ist aber auch bei Aktien der Goldabbaugesellschaften intakt. Die Silberaktien sind im März stärker zurückgefallen als die Goldaktien, was sich aus der schwächeren Entwicklung des Silberpreises erklärt", erklärt Siegel.

Spekulanten kaufen Palladiumkurse hoch
Der Preis für Platin ist im März im Vergleich zum Vormonat gleich geblieben und lag am Monatsende bei 1.191 US-Dollar pro Feinunze. Palladium verteuerte sich gegenüber dem Vormonat um rund 13 Prozent und schloss bei 2.625 US-Dollar pro Feinunze. „Spekulativ orientierte Anleger scheinen Palladium für sich entdeckt zu haben, was zu einem deutlichen Preisanstieg geführt hat“, ergänzt Siegel.

Basismetalle auf den Verkaufslisten
Ingesamt verzeichneten die Basismetalle im letzten Monat eine Abwärtsbewegung. Der Preis für Blei etwa verringerte sich im März auf 1.957 US-Dollar (-8,1 Prozent). Auch das Industriemetall Kupfer hat sich bei 8.851 US-Dollar (-3,5 Prozent) leicht verbilligt. Lediglich Aluminium verteuerte sich etwas auf 2.213 US-Dollar (+2,8 Prozent). Zink verbilligte sich nur leicht auf 2.795 US-Dollar (-1,0 Prozent). Der Preis für Nickel dagegen ist mit 16.097 US-Dollar (-13,5 Prozent) gegenüber dem Vormonat deutlich gefallen. „Auch die Basismetalle wurden von einem Abwärtstrend erfasst und korrigierten nach der Aufwärtsbewegung in den Vormonaten. Der stark eingebrochene Nickelpreis ist  auf Gewinnmitnahmen der Anleger zurückzuführen. Grundsätzlich bleibt aber das Interesse der Anleger für Basismetalle hoch: Denn die Erwartungen der Industrie hinsichtlich eines robusten Wirtschaftswachstums sollten schließlich die Preise für Basismetalle weiter beflügeln“, ergänzt Siegel.

Ölpreis leicht gestiegen
Der Preis für Brent-Öl hat im März weiter zugelegt und beendete den Monat bei einem Preis von 63,18 US-Dollar (+3,6 Prozent) pro Barrel. „Auch der stabile Ölpreis deutet darauf hin, dass die Erwartungen an die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft positiv sind“, ist sich Siegel sicher. (aa)

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