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DWS: Marschiert der Aktienmarkt nach oben wie nach dem Tief 2003?

Trotz immer mehr am Coronavirus erkrankten Menschen steigen die Aktienmärkte seit ein paar Tagen stark an. Die DWS analysiert, wie das zusammenpasst und nimmt dabei Bezug auf die Vergangenheit.

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© H_Ko / stock.adobe.com

Viele Marktteilnehmer mögen sich dieser Tage verwundert die Augen reiben, wenn sie die Hausse am Aktienmarkt sehen, obwohl in China der Coronavirus tobt. Denn niemand kann derzeit genau abschätzen, welche Auswirkungen diese Seuche haben wird.

Wirtschaft gerät ins Stocken
Einerseits gilt es laut DWS die direkten Implikationen, besonders für die chinesische Wirtschaft, abzuschätzen. Die Verhängung von Zwangsferien, Reiseverbote und das Abschotten ganzer Regionen drückt die Aktivität im ersten Quartal kräftig nach unten. Verkompliziert wird die Prognose durch grenzüberschreitende Wertschöpfungsketten, die in anderen Ländern zu Produktionsausfällen aus Mangel an Vorprodukten aus chinesischer Fertigung führen können.

SARS macht Hoffnung
Und trotzdem steigen die Märkte. Um dieses Verhalten zu verstehen, könnte nach DWS-Ansicht ein Blick auf die Erfahrung der SARS-Krise 2003 hilfreich sein. Wie aus dem "Chart der Woche" der DWS hervorgeht, fand der Hang Seng Index, der damals am nächsten am Epizentrum der Krankheit lag, seinen Tiefpunkt Ende April 2003, also knapp vor dem Zeitpunkt, von dem aus die gemeldeten täglichen Neuinfektionen wieder zu sinken begannen. Ein Vergleich mit der aktuellen Coronavirus-Epidemie zeigt ein fast identisches Muster: Der Tiefpunkt bei vielen Indizes war Ende Januar 2020, während die Anzahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen am 5. Februar 2020 ihren bisherigen Höhepunkt erreichte. Die Märkte hätten sich laut DWS also fast genau nach dem Muster von 2003 verhalten.

Neuerkrankungen und Aktienkurse

Obacht ins angebracht
Die DWS-Strategen raten jedoch weiterhin zur Vorsicht: Es dürfte noch zu früh sein, um bei der Ausbreitung der Epidemie schon Entwarnung zu geben. Die überraschende Revision am 13. Februar der gemeldeten Fälle um 14.800, offiziell begründet mit einer Änderung der Diagnoseverfahren, ist eine Warnung, dass das gesamte Ausmaß der Epidemie nach wie vor nicht bekannt ist. Zusätzlich ist, wie bereits oben geschildert, auch der wirtschaftliche Schaden noch nicht abzuschätzen.


Die DWS ist einer der vielen, namhaften Sponsoren des 13. Institutional Money Kongresses (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress Center). Chief Investment Officer Martin Moryson wird in einem Workshop einen Kapitalmarktausblick geben und herausarbeiten, in welchen Segmenten noch Renditepotenzial steckt und wo Risiken lauern. Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

 

 

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