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DWS-Beschwerden zeigen UBS die Tücken der Hierarchieverflachung

Die UBS Group hat sich nun auch zu den Finanzunternehmen gesellt, die versuchen, ganze Management-Ebenen abzubauen. Ein Blick auf die Erfahrungen des deutschen Rivalen DWS könnte die Schweizer lehren, dass dies unter Umständen alles andere als reibungslos verlaufen kann.

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© jirsak / stock.adobe.com

Eine Hierarchieverflachung bringt auch Nachteile - vor allem für die Angestellten. Das zeigt ein Bericht von Bloomberg News. So hatte die DWS noch vor der Pandemie beschlossen, Titel wie “Managing Director” und “Associate” abzuschaffen. Auf LinkedIn verwenden zahlreiche Manager die Titel immer noch - zwei Jahre nach der Entscheidung. Und intern setzte es Beschwerden darüber, dass der Schritt ein De-facto-Moratorium für Beförderungen bedeutet habe.

Auch bei UBS soll die Hierarchie flacher werden. Der weltgrößte Vermögensverwalter plant, ab nächstem Jahr alle Ränge oberhalb des Managing Director abzuschaffen, wie aus einem Memo hervorgeht, das Bloomberg vorliegt. Wie bei der DWS betreffe der Schritt der UBS nur die Titel, nicht aber die Tätigkeiten der Mitarbeiter, hieß es. 

DWS auf gutem Weg
Projekt Butterfly, der Name, den die DWS ihrer flacheren Struktur gegeben hat, ist Teil der Bemühungen des Unternehmens, seine eigene “Unternehmenskultur zu fördern, einschließlich eines funktionalen Rollenrahmens ohne traditionelle Unternehmenstitel, die eher mit dem Investmentbanking verbunden sind”, so ein Sprecher gegenüber Bloomberg. Der Fondsmanager, der 2018 an die Börse ging, gehört immer noch zu 80 Prozent der Deutschen Bank.

Von der DWS durchgeführte Umfragen zeigten, dass die Mitarbeiter heute “engagiert” seien und sich in einem Maße “befähigt” fühlten, “das dem vergleichbarer Finanzdienstleister oder anderer Blue-Chip-Unternehmen entspricht oder es sogar übertrifft”, so der Sprecher.

Die DWS verzeichnete im vergangenen Quartal einen stärkeren Anstieg der Kundenzuflüsse als von Analysten erwartet. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Aktionäre über die Greenwashing-Vorwürfe hinweg sind, die die ehemalige Nachhaltigkeitschefin der DWS erhoben hatte. Dennoch wird das Unternehmen weiterhin von Behörden in dieser Causa weiterhin unter die Lupe genommen. (aa)

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