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DWS auf der Jagd nach großer Beute: Kommt bald eine Übernahme?

Die DWS Group ist auf der Suche nach einer Großakquisition. Die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank hat dafür grünes Licht von deren Vorstandschef Christian Sewing erhalten, der sogar eine Verwässerung des 80 Prozent-Anteils des Instituts in Kauf nehmen würde, heißt es bei Bloomberg News.

Christian Sewing, Deutsche Bank
Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank
© Alex Kraus l Bloomberg

DWS-Chef Asoka Wöhrmann (Bild) sucht den Markt nach Riesendeals ebenso ab wie nach kleineren Zukäufen und wäre auch in der Lage, eine Akquisition mit einer Kapitalerhöhung zu finanzieren, sagten die Bloomberg- Informanten. Sewing, der zuvor nicht gewillt war, seine Kontrolle über die DWS merklich zu schwächen, würde auch dann zustimmen, wenn der Anteil der Deutschen Bank dabei fiele.

Top 10 als Ziel
Sewing hat bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass er DWS gerne unter den zehn größten Vermögensverwaltern weltweit sähe. Größe ist ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor in der Branche, die unter Margendruck ächzt. DWS ist mit ihren 790 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen zwar groß für Europa, aber international nur auf Platz 17, weit hinter globalen Riesen wie BlackRock oder Vanguard.

Die Jagdsaison ist eröffnet
Aktuell führt die DWS keine Gespräche mit anderen Vermögensverwaltern, aber diese sollen jetzt beginnen, sagten die Informanten. Die Credit Suisse-Sparte könnte ein interessantes Ziel sein, wenn sie zum Verkauf stehen sollte, hieß es. Die Schweizer, die wegen der Greensill-Fonds und den Verlusten mit dem Archegos-Hedgefonds unter massivem Druck stehen, könnten mit einem Verkauf ihr Kapital stärken.

Rechtliche Raffinesse 
Wegen der juristischen Struktur der DWS - einer Kommanditgesellschaft auf Aktien, deren einzige Gesellschafterin die Deutsche Bank ist - kann die Deutsche Bank ihren Aktienanteil auf bis zu 40% reduzieren, ohne die DWS dekonsolidieren zu müssen. (kb)

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