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DJE Kapital über die neue Macht der Finanzmärkte

Der Megatrend Nachhaltigkeit hat das Potenzial, die Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Eine wichtige Rolle dabei spielen die Finanzmärkte. Dabei kommt es jedoch auf verschiedene Faktoren an, erklärt DJE-Kapital-Mann Richard Schmidt.

Richard Schmidt, DJE Kapital AG
Richard Schmidt, Leiter Absolute Return und Co-Fondsmanager des DWS Concept DJE Responsible Invest bei der DJE Kapital AG, erörtert seine Strategie am 13. Institutional Money Kongress 2020 im Rahmen eines "Gruppengesprächs".
 
© DJE Kapital

„Grünes Investieren ist ein globaler Megatrend, der in seiner Bedeutung noch weiter zunehmen wird. Denn in den nächsten zehn bis 25 Jahren wird sich entscheiden, ob unser Planet wie gewohnt bewohnbar bleibt – oder ob kommende Generationen mit deutlich schlechteren Bedingungen zurechtkommen müssen. Diese Herausforderung verändert auch die Art und Weise, Geld zu investieren“, schreibt Richard Schmidt, Leiter Absolute Return und Co-Fondsmanager des DWS Concept DJE Responsible Invest bei der DJE Kapital AG, in einer aktuellen Analyse.


Richard Schmidt hält am 13. Institutional Money Kongress, der von 25. bis 26. März 2020 im RheinMain Congress Center in Wiesbaden stattfindet, am ersten Kongresstag von 16:35 bis 17:20 Uhr ein „Gruppengespräch“ darüber, wie er Nachhaltigkeit in seinen verantworteten Portfolios umsetzt. Mehr Details dazu sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.


Politik macht über Regulierung Druck
Der Druck zum grünen Investieren entstand laut Schmidt anfangs auf politischer Ebene und wurde dann regulatorisch auf institutionelle Investoren wie Fondsgesellschaften übertragen. „Normalerweise reagieren politische Akteure recht spät mit dem Verabschieden weitgehender Gesetze. Oft dann, wenn der politische Druck so groß geworden ist, dass es anders nicht mehr geht“, erklärt Schmidt.

Umso erstaunlicher und alarmierender sei es, dass die EU ihren Bürgern und ihren Industrien bereits seit Jahren weitgehende Regeln und damit Kostensteigerungen zum Zwecke der CO2-Reduktion auferlegt hat. So hat der französische Präsident Emmanuel Macron zumindest am Anfang seiner Präsidentschaft versucht, die unbeliebten Steuern auf Benzin und Diesel zu erhöhen. Anschließend ist Macron über das Abholzen des brasilianischen Regenwaldes sogar in einen (un)diplomatischen Streit mit dem brasilianischen Präsidenten geraten, der sich koloniales Gehabe vom Alten Kontinent nicht bieten lässt. „Nicht zu vergessen, dass Bundeskanzlerin Merkel in Deutschland die sehr teure Energiewende weg von Nuklear- und Kohlestrom hin zu erneuerbaren Energien eingeleitet hat“, erinnert Schmidt.

Wetterkapriolen sorgen für Panik
Die politischen Akteure und ihre wissenschaftlichen Berater haben laut Schmidt erkannt: Wir sind spät dran. Es muss gehandelt werden, wenn wir einen ähnlichen Lebensstandard wie bisher aufrechterhalten möchten. Mit dem Anstieg des Meeresspiegels, der zunehmenden Verwüstung weiter Landstriche, der Zunahme von Hurrikans, Dürren und Überschwemmungen wird allen klar, dass die Folgen des Klimawandels real sind.

Allein der erstmal harmlos anmutende Anstieg des Meeresspiegels sorge Schmidt zufolge schon heute dafür, dass Immobilieninvestoren exponiert gelegene Küstenstädte meiden, sich aus gefährdeten Regionen wie Florida zurückziehen und dass es die von den Chinesen mühsam aufgeschütteten Inseln im südchinesischen Meer schon in wenigen Jahren nicht mehr geben wird. Auch in Deutschland sei der Klimawandel spürbar: Im Dürresommer 2018 musste die Rheinschifffahrt unüblich lange eingestellt werden, ostdeutsche Bauern hatten enorme Ernteausfälle, welche durch Staatsbeihilfen ausgeglichen wurden, und die Trinkwasser-Reservoirs aus deutschen Talsperren neigten sich dem Ende zu.

„Diese Ereignisse werden keine Einzelfälle bleiben, sondern zunehmend uns alle betreffen und sich noch stärker auf unser tägliches Leben auswirken. Glücklicherweise kann jeder dazu beitragen, die Welt etwas nachhaltiger zu gestalten“, erklärt Schmidt und verweist auf einen mächtigen „Hebel“.

Grüner Hebel durch Geldanlage
In der „richtigen“ Geldanlage stecke für jeden Investor ein enormer grüner Hebel. Denn der Umfang an CO2-Einsparungen, den Investoren durch grüne Investments vornehmen, sei weitaus größer als die meisten kleineren Einsparpotenziale aus unserem täglichen Leben. Investiert man beispielsweise 25.000 Euro in den DWS Concept DJE Responsible Invest (ISIN LU0185172052), so ergibt sich hieraus eine CO2-Einsparung gegenüber eines Standardinvestments in nicht-nachhaltige Indizes von 750 kg. Dies entspricht dem Verbrauch von 250 Litern Benzin oder der Fahrt von 5.000 km mit einem Mittelklasse-Diesel-PKW. „Mit anderen Worten: Die Frage danach, ob man über die Feiertage einen echten oder einen künstlichen Weihnachtsbaum aufgestellt hat, ist aus ökologischer Sicht deutlich weniger bedeutsam als die nachhaltige und profitable Geldanlage“, bricht Schmidt eine Lanze für nachhaltig anlegende Fonds. (aa)

 

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