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Diversifiziertes Portfolio lässt turbulente Marktbedingungen meistern

Die Aktienmärkte scheinen in Abwärtsstimmung zu sein, die Bargeldhortung hat Höchststände erreicht. Für die Zentralbanken wird es nun immer schwieriger, die hohe Inflation zu bekämpften, ohne das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Drei Experten von Federated Hermes geben ihre Einschätzung preis.

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Silvia Dall'Angelo, Senior Economist bei Federated Hermes
© Federated Hermes

„Die Finanzmärkte waren in dieser Woche im Risk-Off-Modus, da sich der Schwerpunkt von Inflations- auf Wachstumsängste verlagert hat. Der Ausverkauf am US-Aktienmarkt führte am Mittwoch zu einem Wertverlust von rund 1,5 Billionen US-Dollar, und die Stimmung blieb auch weiterhin negativ. Der Markt erkennt nun an, dass eine weiche Landung unwahrscheinlich ist. Es wird für die Zentralbanken schwierig sein, eine politische Reaktion zu wählen, die die hohe Inflation bekämpft, ohne das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Kurzfristig wird die Volatilität wahrscheinlich anhalten, da es keinen dritten Weg zwischen zwei gleichermaßen unangenehmen Optionen zu geben scheint, also einer anhaltend hohen Inflation oder einer Rezession", meint Silvia Dall'Angelo, Senior Economist be Federated Hermes.

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Veranstaltungshinweis:
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Kein Einzelereignis als Auslöser, sondern Häufung von Besorgniserregendem 
Es gab keinen einzelnen Auslöser für die negative Stimmung an den Märkten in dieser Woche, sondern vielmehr eine Anhäufung von besorgniserregenden Informationen: Zum einen zeigten die monatlichen Konjunkturdaten, dass die chinesische Wirtschaft im April schrumpfte, da die Behörden ihre Bemühungen zur Eindämmung der Omikron-Ausbreitung verstärkten. Die Aktivität in der Industrie und im Verbrauchersektor erreichte den niedrigsten Stand seit Anfang 2020, da in wirtschaftlich kritischen Gebieten (Shanghai) in großem Umfang Schließungen vorgenommen wurden.

China
Die Auswirkungen der aktuellen chinesischen Entwicklungen auf die Weltwirtschaft und insbesondere auf die Inflationsaussichten sind etwas unklar. Zwar haben sich die langwierigen Unterbrechungen der Lieferkette auf globaler Ebene als inflationär erwiesen, doch würde eine drastische Verlangsamung der chinesischen Nachfrage die Energie- und Metallpreise weltweit belasten, und der schwächer werdende Yuan dürfte ebenfalls einen Abwärtsdruck auf die Inflation weltweit ausüben.

Steigende Stagflationsängste
Louise Dudley, Portfoliomanagerin - Globale Aktien bei Federated Hermes, findet: „Die Stagflationsängste nehmen weiter zu, und die Investoren stürzen sich in Bargeldpositionen, da sich die globalen Wachstumsaussichten verschlechtern. Die Bargeldhortung hat den höchsten Stand seit September 2001 erreicht, was auf eine starke Abwärtsstimmung unter den Anlegern hindeutet. Die Risikobereitschaft kehrte diese Woche kurzzeitig zurück, bevor es zu einem weiteren harten Ausverkauf bei den Aktien kam.

Typische Bärenmarktrallye
Die Erholung der Risikostimmung erwies sich als zerbrechlich, und die Käufer verschwanden schnell beim ersten Anzeichen von Stress. Einzelhändler und andere Konsum- und zyklusabhängige Werte waren besonders schwach, als die Realität einer anhaltend hohen Inflation eintrat. Der Vorsitzende der Fed, Jerome Powell, warnte die Aktienanleger: Die Federal Reserve werde die Zinsen so lange anheben, bis es "klare und überzeugende" Beweise dafür gebe, dass die Inflation auf dem Rückzug sei.

UK
Das Vereinigte Königreich meldete die höchste Verbraucherpreisinflation seit über 40 Jahren, die nun neun Prozent erreicht. Die Bank of England rechnet bis Oktober mit einer zweistelligen Inflationsrate, da die Energiepreise weiter ansteigen. Die Lebenshaltungskostenkrise wird sich wahrscheinlich noch verschärfen, da die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke im Vereinigten Königreich um 6,7 Prozent gestiegen sind. Zudem sprach Andrew Bailey, der Gouverneur der Bank of England, eine "apokalyptische" Warnung aus, da der Russland-Ukraine-Konflikt die Lebensmittelversorgung weiterhin belastet. Die Auswirkungen auf den Markt sind trivial im Vergleich zu den verheerenden Folgen für die schwächsten Teile der Gesellschaft.

"Da die makroökonomischen Bedenken aufgrund der restriktiven Geldpolitik, des Russland-Ukraine-Konflikts und der strengen Covid-Sperren Chinas anhalten, rechnen wir mit großer Volatilität am Markt. Das Beibehalten eines diversifizierten Portfolios wird entscheidend sein, um diese turbulenten Marktbedingungen zu meistern", stellt Louise Dudley fest.

Verbraucher im Inflationsstress mt Gefahrenpotential auch in Europa
James Rutherford, Leiter des Bereichs europäische Aktien, zufolge gaben wachstumsstarke Unternehmen, insbesondere aus dem Technologiesektor, aufgrund höherer Anleiherenditen und enttäuschender Gewinne weiter nach. Eine ähnliche Dynamik sei auch in Europa zu beobachten gewesen. Rutherford weiter: "Wir sind nach wie vor besorgt, dass die Verbraucher angesichts des inflationären Umfelds ihre Ausgaben einschränken werden. Risiken bestehen in verbrauchernahen Sektoren, die noch nicht vollständig eingepreist sind. Auch der Inflationsdruck auf die Margen der Unternehmen ist ein wachsendes - und unterschätztes - Risiko. Wir konzentrieren uns daher weiterhin auf Unternehmen mit hoher Umsatztransparenz und starker Preissetzungsmacht.“ (kb)

 

 

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