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Deutsche Volksbanken müssen Institut mit Millionensumme stützen

Die niedrigen beziehungsweise negativen Zinsen schwächen die Finanzkraft der Finanzindustrie und insbesondere die Kreditinstitute. Nun wurde bekannt, das eine Adresse aus Heilbronn eine Finanzspritze braucht.

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© beermedia / stock.adobe.com

Die genossenschaftlichen Banken in Deutschland müssen die Volksbank Heilbronn mit einer Millionensumme stützen. Das Unternehmen steht wegen Zinsgeschäften stark unter Druck. Darüber informieren Bloomberg und die Börsen-Zeitung.

Die Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken greift der Volksbank Heilbronn mit einem hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag unter die Arme. Das hat Eberhard Spies, Chef der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim, in der die Volksbank Heilbronn aufgehen soll, am Freitag gegenüber Bloomberg erklärt.

“Es wurde eine Vereinbarung mit der Sicherungseinrichtung getroffen”, sagte Spies in einem Telefonat. Diese solle durch finanzielle Zuflüsse sicherstellen, dass keine Risiken in das fusionierte Institut übergehen. Neben den Zinssicherungsgeschäften der Volksbank Heilbronn seien auch einige Wertpapiergeschäfte des Instituts und das laufende Kreditgeschäft bei der Analyse berücksichtigt worden. Spies: “Alle Risiken sind nun abgedeckt”.

Der Geschäftsbericht der Volksbank Heilbronn für 2019, der erst seit wenigen Monaten verfügbar ist, gab bereits damals Anhaltspunkte für die Probleme der Bank. Dort heißt es: “Die in den Jahren 2009 bis 2012, unter Annahme von steigenden Zinsen, abgeschlossenen Zinsswaps zur Steuerung des Zinsbuchs, belasten auf Grund der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin die Gewinn- und Verlustrechnung deutlich.”

Die Sicherungseinrichtung des BVR hat die Aufgabe, wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Instituten der genossenschaftliche Finanzgruppe entgegenzuwirken und so die Kundeneinlagen zu schützen. Dazu ergreift sie präventive Maßnahmen zur Abwendung von Fehlentwicklungen und führt im Notfall auch Sanierungsmaßnahmen durch.

Zur Deckung von Margin-Forderungen und Kurswertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten wurden dem Geschäftsbericht zufolge auch Wertpapiere an die Zentralbank verpfändet.

Ihre Selbstständigkeit dürfte die Volksbank Heilbronn bald verlieren. Sie steht vor einer Fusion mit der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim. Im Oktober waren dazu Sondierungsgespräche begonnen worden. Im kommenden Monat sollen die Vertreterversammlungen beider Institute den Zusammenschluss absegnen, der dann rückwirkend zum 1. Januar 2021 gelten würden. (aa)

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