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Deutsche bunkern mehr Gold als die US-Notenbank

Bundesrepublikanische Privatanleger haben – außer Sparbüchern und Festgeldern – eine Vorliebe: Gold. Eine Studie der Steinbeis-Hochschule für die Reisebank zeigt, dass sie insgesamt sogar mehr Gold besitzen als die US-Notenbank.

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© Scanrail / stock.adobe.com

Deutschlands private Haushalte haben eine Vorliebe für Gold, die im Vergleich zu anderen Ländern Rekorde bricht. Das zeigt eine Studie der Steinbeis-Hochschule im Auftrag der Reisebank, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Privatleute in Deutschland besitzen demnach derzeit rund 8.918 Tonnen Gold – 4.925 Tonnen Barren und Münzen sowie 4.000 Tonnen Schmuck. Damit übersteigen die Edelmetallbestände sogar die Goldreserven der Vereinigten Staaten von Amerika, die bei der US-Notenbank Fed lagern, heißt es in der FAZ. 

Der Goldbesitz der deutschen Privathaushalte ist seit der letzten Erhebung dieser Art um rund 246 Tonnen gestiegen. Rechnet man noch die rund 3.370 Tonnen hinzu, die bei der Deutschen Bundesbank lagern, dann befinden sich rund 6,5 Prozent der globalen Goldbestände in deutschem Besitz.

Das Plus an Gold soll offenbar als Geldanlage dienen, vermuten Experten. Denn seit 2010 ist eben vor allem die Menge an Barren und Münzen gestiegen, die Menge an Gold-Schmuck dagegen weit weniger. 

"German Angst"
Deutsche Anleger haben ein besonderes Sicherheitsbedürfnis in Sachen Finanzanlagen, sie kaufen generell gern Edelmetalle. Böse Zungen behaupten, das liege an der deutschen Geschichte mit zwei Weltkriegen, Hyperinflation und schmerzhaften Währungsreformen – bewiesen ist das jedoch nicht.

Die Reisebank-Umfrage zeigt außerdem, dass 39 Prozent der Goldbesitzer ihren Schatz im Bankschließfach lagern, fünf Prozent nutzen ein Edelmetalldepot – und immerhin rund 38 Prozent die eigenen vier Wände. (fp)

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