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Deutsche Bank will Mitarbeitern ETF-Käufe verbieten

Die Deutsche Bank verschärft unterrichteten Kreisen zufolge die Regeln, wie Mitarbeiter mit ihrem eigenen Geld handeln können. Neben Einzelaktien soll zukünftig auch für den Kauf von ETFs die Genehmigung seitens der Compliance erforderlich sein.

Frau flüstert Mann ins Ohr
Banker haben oftmals bessere Informationen als andere Marktteilnehmer. Daher stehen deren Privategeschäfte manchmal in der Kritik oder werden eingeschränkt.
 
© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Mitarbeiter der Deutschen Bank haben es derzeit nicht leicht. Der gute Name von Deutschlands größter Bank war nach den Milliardenstrafen nach der Finanzkrise und den jüngsten Hausdurchsuchungen schon einmal besser. Nun geht aber ans Eingemachte, an das eigene Depot. Wie "Bloomberg News" berichtet, müssen ab dem nächsten Jahr alle Handelstransaktionen in börsennotierten Fonds (ETF) unabhängig von ihrer Größe von einem Manager des Angestellten und Mitarbeitern der Compliance-Abteilung freigegeben werden, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Die Regeln würden damit in Einklang mit jenen für Aktiengeschäfte gebracht.

Wer spekuliert, ist abgelenkt
Die meisten großen Finanzunternehmen haben Handelsrichtlinien, um potenzielle Interessenskonflikte und Insider-Handel zu vermeiden. Die Deutsche Bank verfolgt eine konservativere Politik als gewisse Konkurrenten. Einige in der Bank sind besorgt, dass die Mitarbeiter durch private Investments von der Arbeit abgelenkt sein könnten, sagte eine der Personen.

Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte, dass das Unternehmen seit jeher strikte Regeln für persönliche Handelsgeschäfte verfolge und diese regelmäßig aktualisiere.

Wenn Profis nicht mehr selber handeln dürfen
Die Deutsche Bank ist Bloomberg zufolge nicht die einzige Bank, die in den letzten Jahren ihre Vorgaben verschärft hat. Im vergangenen Jahr wies HSBC Holdings rund 6.000 Mitarbeiter in ihrem Geschäftsbereich Global Markets an, nicht mehr einzelne Wertpapiere und gewisse ETFs für ihre persönlichen Konten zu kaufen. (aa)

In wie weit SEC-Mitarbeiter mit ihren privaten Aktiengeschäften erfolgreich sind, untersucht "INSTITUTIONAL Money" in der aktuellen Printausgabe 4/2018 auf den Seiten 136ff. Nachzulesen auch online: Ungewöhnlich erfolgreich: Die Anlageerfolge der SEC-Mitarbeiter

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