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Deutsche Bank will mehr Kontrolle über Whatsapp-Chats der Mitarbeiter

Die Großbank muss aus aufsichtsrechtlichen Gründen die WhatsApp-Meldungen ihrer Angestellten speichern, um diese später für die Aufsicht auswerten zu können.

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© tashatuvango / stock.adobe.com

Die Deutsche Bank will Informanten zufolge die Kontrolle über die elektronische Kommunikation ihrer Mitarbeiter verschärfen. Die Maßnahme folgt der härteren Gangart, die US-amerikanische Behörden bei der Nutzung von Diensten wie WhatsApp in der Finanzindustrie an den Tag legen. Darüber informiert Bloomberg News.

Bank wolle eine technologische Lösung einführen, mit der sie über Apps gesendete Nachrichten speichern und überwachen kann. Das Ziel sei dabei, die Bequemlichkeit der Dienste zu erhalten, zugleich aber regulatorische Anforderungen erfüllen zu können.

Zu wenig Überwachung kommt teuer
Das größte deutsche Geldhaus hat nach Kritik der heimischen und der US-Aufsicht seine Investitionen in den Bereich erhöht. Im vergangenen Jahr wurde JPMorgan Chase & Co. zu einer Geldbuße von 200 Millionen Dollar (175 Millionen Euro) für Verstöße gegen die Pflicht zur Speicherung von Nachrichten verdonnert, die es bei der Nutzung von WhatsApp und Emails gab.  

“Angesichts des technologischen Wandels ist es umso wichtiger, dass die Beaufsichtigten sicherstellen, dass ihre Kommunikation ordnungsgemäß aufgezeichnet wird und nicht außerhalb der offiziellen Kanäle erfolgt, um sich der Marktaufsicht zu entziehen”, hatte der Chef der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, Gary Gensler, bei der Verhängung der Geldbuße erklärt.

Trennung zwischen "Dienstlich und Privat" ist nicht immer leicht
Auch die Deutsche Bank stand Fragen in Bezug auf die Kommunikationswege ihrer Manager gegenüber. Wie Bloomberg vorliegende Emails zeigen, nutzte der heutige Chef der Fondstochter DWS Group, Asoka Wöhrmann, 2017 und 2018 zuweilen sein persönliches Email-Konto, um ein Investment der Bank zu koordinieren. Damals leitet er das Retail-Geschäft der Deutschen Bank. Laut Vorstandschef Christian Sewing untersucht die Bank die Angelegenheit, über die zuerst die Süddeutsche Zeitung berichtet hatte.

Experten stellen nun die Frage in den Raum, wie die Bank bei der Überwachung respektive Speicherung der Whatsapp-Meldungen ihrer Mitarbeiter datenschutzrechtliche Bestimmungen einhalten kann - insbesondere im auf diesem Gebiete besonders strengen Europa. (aa)

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