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Deutsche Bank: Wer folgt Christian Sewing als Investmentbanking-Chef?

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Christian Sewing

© Alex Kraus / Bloomberg

Deutsche-Bank-AG-Vorstandschef Christian Sewing wird demnächst seine Funktion als oberster Investmentbanker des Hauses abgeben. Vorstand Fabrizio Campelli sei der aussichtsreichste Kandidat als neuer Spartenchef, berichtet Bloomberg. Deutschlands größte Bank bereite die Ernennung eines neuen Spitzenbankers vor, um Sewing zu erlauben, sich ganz auf seinen CEO-Job zu konzentrieren. Mit einer Entscheidung sei in den nächsten Monaten zu rechnen. Außer dem Chief Transformation Officer Campelli sollen noch US-Chefin Christiana Riley und Asien-Chef Alexander von zur Mühlen im Rennen sein.

Fokussierung empfohlen
Sewing übernahm die Doppelrolle als Konzernchef und Leiter des Investmentbanking 2019, als die Bank sich aus dem Aktienhandel zurückzog und die Sparte generell verkleinerte. Die Bankenaufsicht machte Sewing aber recht schnell klar, dass sie es lieber sähe, wenn er die zusätzliche Verantwortung wieder abgeben würde. Diese Sichtweise hat sich auch nach dem für die Sparte erfolgreichen Jahr 2020 nicht geändert, hieß es.

Die Übergabe käme zu einem günstigen Zeitpunkt. Die Erträge der Sparte stiegen im vergangenen Jahr um fast ein Drittel, getrieben durch die Volatilität der Märkte in der Covid-19-Pandemie. Sowohl der Anleihenhandel, der von Ram Nayak geleitet wird, als auch das Emissionsgeschäft unter Mark Fedorcik liefen in der Krise gut.

Hohe Messlatte
Für den neuen Chef der Investmentbank legt das die Messlatte hoch. Während die Division auch dieses Jahr einen guten Start hingelegt hat, erwartet die Bank, dass die Erträge gegenüber dem letzten Jahr zurückgehen werden.

Die Investmentbank ist zu einem immer wichtigeren Teil von Sewings Turnaround geworden. Der Vorstandschef, der selbst aus dem Firmenkundengeschäft kommt, hatte zunächst geplant, das Geschäft zurückzustutzen. Er änderte die Linie, als klar wurde, dass die Negativzinsen die anderen Geschäftsbereiche länger belasten würden. (aa)

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