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Deutsche Bank verschiebt Stellenabbau

Der deutsche Branchenprimus setzt angesichts der Corona-Krise den geplanten Stellenabbau vorerst aus – aufgehoben ist das Vorhaben damit allerdings nicht.

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© Gajus / stock.adobe.com

Sichert Corona am Ende etwa Jobs im Bankbusiness? Bei der Deutschen Bank zumindest sieht es vorübergehend danach aus. Um zusätzliche emotionale Belastungen im derzeitigen Umfeld zu vermeiden, würden Gespräche mit von der Entlassungswelle potenziell betroffenen Mitarbeitern über individuelle Umstrukturierungsmaßnahmen verschoben, heiß es in einer Mitteilung des Konzerns an die Beschäftigten, die der Nachrichtenagentur "Bloomberg" vorliegt. Die Unterbrechnung werde so lange dauern, bis eine Rückkehr zu mehr Stabilität erkennbar sei. Bereits laufende Restrukturierungsgespräche sollen allerdings abgeschlossen werden, so das Geldhaus. Hier gebe es überwiegend bereits unterzeichnete Dokumente, und der Abschluss stehe kurz bevor.

Bis Ende 2022 will die Deutsche Bank 18.000 Arbeitsplätze abbauen. Das Institut bekräftigte seine Ziele für den Konzernumbau und Kostensenkungen. Die Ressourcen würden nun auf die wichtigsten Projekte und die aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen fokussiert, damit die Bank auf Kurs bleibe. Seit das Umbauprogramm im Sommer 2019 startete, hat Vorstandschef Christian Sewing die Anzahl der Mitarbeiter bereits um mehr als 3.000 reduziert. Die Einschnitte sind ein zentrales Element in seinen Bemühungen, die Deutsche Bank nach einem Jahrzehnt der Irrungen und Wirrungen wieder rentabel zu machen.

In einer Reaktion auf die Corona-Krise erwägt die Bank auch, Kurzarbeit einzuführen und in diesem Zusammenhang staatliche Beihilfen zu beantragen. Zuvor hatten bereits andere Finanzinstitute angekündigt, angesichts der Not durch den Virusausbruch geplante Stellenstreichungen zu verlangsamen oder vollständig auszusetzen, darunter HSBC , Credit Suisse und Morgan Stanley. (mb)

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