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Deutsche Bank sieht besten Aktien/Bond-Lauf seit den 1860ern bedroht

Der beste Lauf für Aktien und Anleihen in den letzten 160 Jahren geht zu Ende, eine neue Ära der Unordnung droht. Zu dieser Einschätzung kommt die Deutsche Bank in einem Marktüberblick über die vergangenen 200 Jahre.

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© Krisztian Bocsi / Bloomberg

In diesem Jahr sei das kombinierte Bewertungsniveau von Aktien- und Bondmärkten auf den höchsten Stand seit mindestens den 1860er Jahren geklettert. Dieser Trend komme nun allerdings ins Wanken, so die Experten. Zu den langfristigen Gefahrenquellen für die Märkte gehöre die Verschärfung der sozialen Ungleichheit ebenso wie Umkehrungstendenzen in Bezug auf die Globalisierung, erklärte Jim Reid (Bild links) im Analysebericht der Bank, aus dem Bloomberg zitiert. Risiken gingen zudem vom Anstieg der Schuldenlast, der Klimadebatte und der Verschlechterung der Beziehungen der USA zu China aus.

Deglobalisierung, Schuldenhäufung. Klimadebatte und anderes mehr als Hemmschuh
“Diese Themen bestehen zwar schon seit einiger Zeit, doch haben sie erst in jüngster Zeit begonnen, sich gegenseitig Nahrung zu geben”, so Reid. “Das beschleunigt den Niedergang der zweiten Ära der Globalisierung, in der sich die Märkte seit 1980 befinden.”

Bewertung über 15 Industriestaaten (DM: Developed Markets)
Turbulenzen an den Kapitalmärkten drohen, weil global eine Divergenz zwischen Aktien und Rentenmärkten wahrscheinlich wird.

Schwierige Timingfrage
In Bezug auf langfristige Marktprognosen ist das Timing natürlich schwierig. 2016 warnte die Deutsche Bank Anleiheinvestoren vor dem Beginn eines neuen Zyklus, der Realrenditen untergraben dürfte. Seit Beginn jenes Jahres kommen Bonds stattdessen auf einen Realertrag von 26 Prozent, wie der Blick auf einen inflationsbereinigten Index von US-Treasuries zeigt. Euroraum-Anleihen entwickelten sich knapp halb so stark.

Bewertungsbedenken bei Tech-Aktien und auf der Rentenseite
Während Bewertungsbedenken in dieser Woche zu einer Flucht aus Tech-Aktien geführt haben, ist der Niedergang der Realrenditen schon lange ein Thema. Und Daten der Deutschen Bank stützen diesbezügliche Bedenken bis zurück zur Urgroßeltern-Generation heutiger Anleger. Staatspapiere Frankreichs, Italiens und Japans kamen demnach im Zeitraum bis 1900 auf keine positive Realrendite. Unter Berücksichtigung der Inflation mit Bonds Geld zu verlieren, ist also durchaus möglich - auch in den Industrieländern. (kb)

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