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Der Aufstieg der ETFs bietet aktiven Investoren große Chancen

Die Bedeutung passiver Anlagen wächst immer weiter. Sie ermöglichen es Investoren schnell, kostengünstig und vermeintlich ohne Nachteil in verschiedene Anlageklassen und Regionen zu investieren, sogar wenn die zugrundeliegenden Wertpapiere wenig liquide sind. Doch ist das die ganze Wahrheit?

Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg
Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege bei Berenberg und Leiter Multi Asset
© Berenberg

Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg-Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset, und Ulrich Urbahn, Leiter Multi Asset Strategy und Research, beleuchten mit einem Fokus auf Aktien die wesentlichen Implikationen passiven Investierens – positive wie negative. Aktive Anleger sollten demnach ETFs insbesondere für taktische Positionen oder in effizienten Märkten einsetzen. Sie sollten sich zudem der Chancen und Risiken von passiven Kapitalflüssen bewusst sein und sich dieses Wissen zunutze machen. So analysieren die Autoren, welche Chancen sich für aktive Anleger ergeben:

Wissen um die passiven Flows nutzen
Für Investoren entstehen zunehmend Chancen bei Aktien oder Segmenten, die besonders von passiven Flüssen profitieren. Dazu gehören beispielsweise Veränderungen der Benchmark-Zusammensetzung wie die stärker werdende Bedeutung und damit Gewichtung von chinesischen Investments in globalen Aktien- und Anleiheindizes.

Interessant sind Nischenmärkte, die noch keine oder eine geringe ETF-Durchdringung haben. Diese sind weniger korreliert zum Gesamtmarkt, häufig weniger volatil und dürften sich insbesondere in Krisenzeit besser behaupten.

Fundamentalkennzahlen weniger wichtig bei passivem Investieren 
Im Umfeld zunehmend passiven und systematischen Investierens und negativer Realzinsen spielen Fundamentalkennzahlen eine weniger wichtige Rolle. Entscheidender ist die richtige Einschätzung wie wesentliche Anlegergruppen positioniert sind, agieren und was sie voraussichtlich als nächstes tun. Die Analyse von Sentiment, Anlegerflüssen und Positionierungsdaten nimmt damit eine zentralere Rolle ein. Investoren sollten insbesondere regelbasierte Anlagestrategien im Blick haben. Immer dann, wenn diese im Schnitt extreme Positionen aufweisen, bietet sich möglichweise ein konträres Verhalten an.

Trendumkehr im Auge behalten
Investoren sollten zudem genau beobachten, wann es zur Trendumkehr kommt und ETFs netto im Aggregat verkauft werden. Das dürfte für den Gesamtmarkt zwar noch Jahr(zehnt)e dauern, aber bei Sektor-, Regionen- und Themen-ETFs kann dies durchaus schneller und immer einmal wieder geschehen. Dann dürften vor allem Indextitel unter Druck geraten, die überproportional von solchen ETFs gehalten werden, meinen die beiden Berenberg-Experten. (kb)

 

 

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