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Deka über die Gefahr einer zweiten Welle für die Märkte

Die Covid-19-Infektionszahlen steigen wieder stark an. Anleger können aber beruhigt sein – ein Szenario wie im Frühjahr droht nicht, sagt Deka-Chefanlagestratege Jörg Boysen.

Jörg Boysen, Chefanlagestratege bei Deka Investment
Jörg Boysen, Chefanlagestratege bei Deka Investment
© Deka Investment

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und nervöser Märkte fürchten viele Anleger eine Wiederholung des Börsencrashs vom Februar und März. Jörg Boysen, Chefanlagestratege bei Deka Investments, findet dagegen beruhigende Worte: "Diese zweite Welle wird nicht zu einem vergleichbaren Einbruch der Wirtschaft wie im Frühjahr führen", sagt er. Gleichwohl dürfte die Erholung aber spürbar beeinträchtigt sein.

Bei der Automobilproduktion oder in der Industrie sind bereits die ersten Rückschläge zu beobachten. Die Reisetätigkeit liegt noch immer brach und schränkt damit nicht nur den Tourismus ein, sondern auch den Export, weil etwa Montage, Service und Vertrieb erschwert werden. "Solche und andere Einschränkungen werden in den kommenden Wochen auch ohne nationalen Lockdown auf die Wirtschaftsindikatoren drücken, insbesondere wenn die Anzahl der lokalen Schul- und Kitaschließungen wieder steigt", sagt der Stratege.

US-Wahl könnte Sicherheit bringen
Auf lange Sicht bleibt Boysen für Aktien und Unternehmensanleihen aber optimistisch. Vor allem bei Aktien sei er "mehr und mehr geneigt, die Portfolioanteile auch kurzfristig wieder zu erhöhen, insbesondere, wenn sich auch bei anderen Risikothemen etwas mehr Klarheit abzeichnet." 

Ein solches Thema ist etwa die Präsidentschaftswahl in den USA. Die spektakulären Entwicklungen Anfang Oktober mit dem TV-Duell sowie der darauffolgenden kurzen Erkrankung des amtierenden Präsidenten Donald Trump hatten die Märkte kurzfristig zwar verunsichert. Mittelfristig könnten die Entwicklungen aber sogar mehr Sicherheit bringen, ist Boysen überzeugt. Denn solange die Corona-Krise im Mittelpunkt des US-Wahlkampfes steht, verliere Trump gegenüber seinem Herausforderer mehr und mehr an Boden. Und da Joe Biden mittlerweile nicht mehr nur als Steuererhöhungs-Schreck, sondern auch für weitere Fiskalimpulse steht, stünden die Märkte einem Wechsel im Weißen Haus sogar freundlich gegenüber. (fp)

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