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Degussa: Goldpreisschwäche ist plausibel

Der Preis des beliebten Edelmetalls ist zuletzt leicht gesunken. Das hat gute Gründe, sagt Degussa-Chefvolkswirt Thorsten Polleit – und verweist auf die Entwicklung der US-Zinsen.

Thorsten Polleit, Chefvolkswirt beim Goldhändler Degussa
Thorsten Polleit, Chefvolkswirt beim Goldhändler Degussa
© Degussa

Anfang August hatte der Goldpreis seinen bisherigen Rekordstand von 2.052 US-Dollar je Feinunze erreicht. Seitdem hat er um rund acht Prozent nachgegeben; aktuell kostet eine Feinunze des Edelmetalls weniger um die 1.850 US-Dollar. Diese Entwicklung sei "grundsätzlich nachvollziehbar", sagt Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Degussa Goldhandel. Was ist passiert? Seit dem Höchststand im August haben die US-Zinsen wieder angezogen. "Wer Gold hält, dem entgehen Zinserträge", erklärt Polleit. In der Folge ist die Nachfrage nach dem Edelmetall gesunken, ebenso sein Preis.

Nicht ganz ins Bild passt die anhaltend hohe Nachfrage vonseiten Gold-ETFs und -ETCs. Deren Bestände sind von 122,5 Millionen Feinunzen Ende August auf 125,3 Millionen Feinunzen Ende Oktober gestiegen. "Der leichte Zinsanstieg hat nicht dafür gesorgt, die Goldnachfrage der Investoren zurückzudrängen", kommentiert Polleit. Vor allem institutionelle Investoren erwerben das Edelmetall aus regulatorischen Gründen gern via ETF oder ETC. In Krisenzeiten, wenn die Profianleger-Nachfrage nach Gold steigt, beeinflussen diese Instrumente deshalb dessen Preisbildung am Markt, so Polleit.

Schutz vor Geldentwertung
Es gibt für Investoren trotz vorübergehender Preisschwäche gute Argumente, weiterhin auf Gold zu setzen, sagt der Ökonom. "Die Zentralbanken weiten die Geldmengen immer weiter aus. Das setzt die Kaufkraft von US-Dollar, Euro und Co. herab. Mit dem Halten von Gold haben Anleger die Möglichkeit, der Geldentwertung zu entgehen."

Polleits Rat: Man sollte zumindest einen Teil seiner liquiden Mittel und Form von physischem Gold oder Silber halten. (fp)

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