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Décharge verweigert: GAM-HV wird zur Generalabrechnung mit Chefetage

Die Führungsriege des Schweizer GAM hat auf der Jahresversammlung einen Denkzettel verpasst bekommen. Die Anteilseigener straften sie ab und verweigerten die Entlastung. Grund ist die Affäre um Ex-Manager Tim Haywood.

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© oatawa / stock.adobe.com

Die Aktionäre des Schweizer Asset Managers GAM haben die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat auf der Jahreshauptversammlung (HV) nicht entlastet. Einem Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ) zufolge haben nur 49,4 Prozent der Aktionäre für eine sogenannte "Décharge" für das Geschäftsjahr 2018 gestimmt. Mindestens erforderlich wären 50 Prozent gewesen. Zwar habe das Abstimmungsergebnis keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen, allerdings sei nun eine Verantwortlichkeitsklage möglich.

Das Abstimmungsergebnis ist die Quitting dafür, dass GAM vergangenen Sommer durch die Affäre um Fondsmanager Tim Haywood in eine Krise stürzte. Haywood selbst wollte als GAM-Anteilseigner übrigens ebenfalls auf der Jahreshauptversammlung sprechen und war persönlich anwesend. Zu einem öffentlichen Schlagabtausch aber kam es nicht, da er nicht im Aktionärsregister eingetragen gewesen war.

Zur Erinnerung: Haywood hatte weitgehend illiquide Schuldtitel von Firmen des indisch-britischen Unternehmers Sanjeev Gupta gekauft. Daher musste er GAM schließlich wegen Verstößen gegen interne Richtlinien verlassen. Er bestreitet aber ein Fehlverhalten.

Suche nach Käufern
GAM macht die milliardenschweren Fonds nun zu Geld, in denen die illiquiden Anleihen stecken. Zuletzt schloss das Haus eine Vereinbarung mit der Gupta-Holding. Diese nimmt die in den Fonds verbliebenen Papiere zum ursprünglichen Kaufpreis zurück.

Kunden zogen wegen der Vorgänge hohe Summen aus GAM-Produkten ab. In den ersten drei Monaten 2019 flossen noch rund vier Milliarden Franken (3,5 Mrd. Euro) ab. Im vergleichbaren Quartal 2018 beliefen sich die Mittelabzüge noch auf rund 7,8 Milliarden Franken (6,9 Mrd. Euro). Das Haus arbeitet daran, sich nach dem Skandal neu aufzustellen. Unter anderem sondiert GAM den möglichen Verkauf. (jb/ert)

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