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Low-Touch-Komprimierung

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Das war der Monat Juli 2019 für Staatsanleihen

In einem turbulenten Umfeld und in Erwartung wichtiger geldpolitischer Entscheidungen gingen im Juli die Renditen vieler Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit zurück, teilweise sogar im zweistelligen Bereich, ist einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Tradeweb-Bericht zu entnehmen.

Bonds
© alexskopje / stock.adobe.com

Investoren, die im Juli bei Staatsanleihen auf längere Laufzeiten setzten, verzeichneten nennenswerte Kursgewinne, berichtet Tradeweb. So gab in Südeuropa die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe um fast 54 Basispunkte auf 1,54 Prozent nach. Hintergrund war der anhaltende Streit über den Staatshaushalt zwischen der italienischen Koalitionsregierung und der Europäischen Kommission, wobei der italienische Finanzminister Giovanni Tria gegen Monatsmitte bekannt gab, dass einige europäische Regierungen bereit seien, die Defizitregeln zu lockern.

Investoren stürtzten sich auf Ouzo-Bonds
Ebenfalls auf Talfahrt ging die Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe, die um etwa 38 Basispunkte auf 1,92 Prozent fiel. Dabei erreichte der Renditespread gegenüber US-Treasuries mit der gleichen Laufzeit am 25. Juli den tiefsten Stand seit 2007. Anfang Juli konnte sich die konservative Partei Nea Dimokratia bei den griechischen Parlamentswahlen eine Mehrheit im Parlament (158 von 300 Sitze) sichern. Somit wird Kyriakos Mitsotakis der neue Premierminister.

EZB-Politik hilft auch deutschen Bunds
Die Europäische Zentralbank beließ auf der Juli-Sitzung ihre Geldpolitik unverändert bei, behielt sich jedoch vor, im September neue Stimulierungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe gab um 15 Basispunkte nach und beendete den Monat auf einem Rekordtief von -0,48 Prozent. Derweil sank die Industrieproduktion in Deutschland im Juli auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren, wie aus Daten des Forschungsinstituts IHS Markit hervorgeht.

Im Vorfeld der Entscheidung der Bank of England auf ihrer geldpolitischen Sitzung vom 1. August, den Leitzins unverändert zu belassen, ging die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe (Gilt) im Juli um 22 Basispunkte auf 0,62 Prozent zurück. Boris Johnson wurde im Juli zum neuen Premierminister gewählt, nachdem Theresa May im vorhergehenden Monat von ihrem Amt zurückgetreten war.

Leichter Renditeanstieg in Japan
Anders als in Europa legte in Japan die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe im Juli um 0,4 Basispunkte auf -0,16% zu. Die Zentralbank des Landes beließ den Leitzins unverändert, versprach jedoch zusätzliche Lockerungsmaßnahmen, falls die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dies erfordern. Die Bank of Japan verfolgt seit dreieinhalb Jahren eine Negativzinspolitik.

Auch die Rendite der zehnjährigen kanadischen Staatsanleihe stieg im Juli, und zwar um 0,9 Basispunkte auf 1,48 Prozent. Trotz besserer Konjunkturdaten beließ die Bank of Canada unter Berufung auf die handelspolitischen Risiken ihren Tagesgeldsatz unverändert bei 1,75 Prozent.

Blick auf die USA
Die Rendite der zehnjährigen US-Treasury erhöhte sich im Juli um zwei Basispunkte auf 2,02 Prozent. Die US-Notenbank (Fed) nahm am 31. Juli unter Verweis auf das rückläufige Wachstum und die handelspolitischen Unsicherheiten erstmals seit zehn Jahren wieder eine Zinssenkung vor, und zwar um 0,25 Prozent. (aa)

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