Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

EM Small Cap Manager gesucht!

Ad

Ein institutioneller Investor sucht einen Asset Manager für einen Spezialfonds, der im Rahmen einer Long-Only-Strategie in Emerging Markets Small Caps investiert. Mehr Informationen zum Mandat erhalten nur registrierte User. Mehr erfahren >>

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Das war das Investmentforum von Spängler IQAM Invest plus Fotogalerie

Rund 200 Experten aus der Finanz- und Wirtschaftswelt folgten der Einladung von Spängler IQAM Invest in die Salzburger Residenz.

Rund 200 institutionelle Investoren und Wirtschaftsvertreter besuchten das mittlerweile 18. Investmentforum von Spängler IQAM Invest in der Salzburger Residenz. Die Veranstaltung ist dieses Mal ganz im Zeichen des "neuen Normalität" bei den Zinsen und den damit verbundenen Auswirkungen für institutionelle Investoren sowie neuen Herausforderungen im Risikomanagement gestanden. Institutional Money war vor Ort, die Highlights dieser gelungenen Veranstaltung finden Sie in einer Fotogalerie.
 
Im Zuge der Veranstaltung wurden die anwesenden Investoren zur Entwicklung der Rendite zehnjähriger österreichischer Bundesanleihen in fünf Jahren befragt: Rund zwei Drittel aller Teilnehmer sind der Meinung, dass die Rendite in fünf Jahren zwischen 0,0 und 2,0 Prozent und damit weiterhin außerordentlich niedrig sein wird.
 
Top-Experten erläuterten, was die Zukunft bringt
 
Institutionelle Investoren stehen spannenden Zeiten ins Haus. Nicht nur was negative Zinsen und Realrenditen angeht. „Wir sprechen vom zweiten Maschinen-Zeitalter, einer Industrie 4.0, einem möglichen Paradigmenwechsel in den klassischen Wirtschaftslehren. Dieser Strukturwandel wird seinen Niederschlag auch in den Instrumenten der Finanz-und Geldpolitik der Zukunft finden müssen", prognostizierte Dr. Jochen Stich, CEO von Volkswagen Group Services.
 
„Noch mehr billiges Geld wird die Anlagemärkte befeuern, aber kein reales Wachstum auslösen. In Europa, aber insbesondere in Österreich, ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen notwendig, um Investitionen und Wachstum wieder anzuziehen", forderte Voestalpine-CFO Robert Ottel.
 
„Die umfangreiche Geldschöpfung nach der Krise von 2008/09 hat der Wirtschaft, den Banken wie auch vielen Staaten in unserer globalisierten Welt tatsächlich geholfen und Schlimmeres vermieden, langfristig muss uns aber eine reale Wertschöpfung wichtiger sein, so Mag. Günter Kitzmüller, Vorstandsmitglied bei Rosenbauer International.
 

800jähriger Durchschnitt als Zielgröße
 
Gelingt es der Eurozone, eine ähnliche Entwicklung wie die USA zu vollziehen, wären zwei Prozent Inflation mit Ende 2016 durchaus realistisch - schwer vorzustellen, aber das wäre der Schnitt der vergangenen 800 Jahre. Die aktuell eingepreiste Inflation liegt jedoch am unteren Ende der Bandbreite der Notenbankprognose. Eine langfristige Inflationserwartung von zwei Prozent erscheint historisch und institutionell gut verankert.
 
„Mangelnde Reformfähigkeit auf europäischer und nationaler Ebene dämpft das Wirtschaftswachstum in Europa. In absehbarer Zeit ist keine spürbare Erholung des Wirtschaftswachstums in Sicht. Doppelt schmerzvoll ist folglich der Rückfall Österreichs in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit innerhalb des Euroraums", so Dr. Ulrich Schuh, Forschungsvorstand von EcoAustria - Institut für Wirtschaftsforschung.
 
Wie Währungen zum Ventil der Geldpolitik werden - dieser Frage ging Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm, Direktor der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich in seinem Vortrag nach: „Auch wenn offiziell die Geldpolitik der meisten Länder binnenwirtschaftliche Ziele verfolgen, wie insbesondere die der Preisstabilität, sind die Auswirkungen auf die Währungen nicht zu übersehen. Die hohe Liquidität in den Finanzmärkten birgt nicht nur die Gefahr, dass sich Blasen in Aktien- und Anleihenmärkte auftun könnten, auch die Volatilität verschiedener Währungen könnte sich hierdurch massiv erhöhen. Es ist unklar, ob die damit einhergehenden Risiken genügend durch die Zentralbanken dieser Welt berücksichtigt worden sind."
 
Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerhard Mangott, Universitätsprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck sprach in seinem Vortrag über die Wirtschaftskrise in Russland: „Patriotische Mobilisierung, hegemoniale Dominanz Putins und soziale Apathie sichern die politische Stabilität in Russland trotz deutlicher Rezession."
 
Neue Herausforderungen im Risikomanagement
 
Auch im Risikomanagement wird es in den nächsten Jahren zu Veränderungen kommen müssen: „Risikotoleranz bedingt Unabhängigkeit und Urteilskraft bei der Risikoanalyse", so Guido Versondert, Senior Credit Advisor bei Independent Credit View.
 
„Asset Allocation und Risikobudgetierung sind im aktuellen Umfeld niedrigster Zinsen genau aufeinander abzustimmen. Nur so lassen sich die Ziele der Investoren hinsichtlich Portfolioertrag und Sicherheit zuverlässig erreichen", so Univ.-Prof. DDr. Thomas Dangl, Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung von Spängler IQAM Invest im Rahmen der Podiumsdiskussion.
 
Dr. Ulrich Sonnemann, Referent des Hauptgeschäftsführers, Leiter Abteilung Kommunikation, Integration, Strategie, Ärzteversorgung Westfalen-Lippe zeichnet ein Bild aus der Praxis: „Die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe begegnet dem Niedrigzinsumfeld mit dem Aufbau von langfristig stabilen und realen Anlagen‚ jenseits des Mainstreams‘, die eine hohe volkswirtschaftliche (System-)Relevanz aufweisen und sich dem Markteinfluss weitgehend entziehen. Aufgrund ihres breiten Netzwerkes, ihrer Finanzstärke und dem Know-how ihrer Mitarbeiter ist die Ärzteversorgung dabei in der Lage, auch komplexere Strukturen abzubilden."
 
Dr. Thomas Steinberger, CEO, Geschäftsführer und Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung von Spängler IQAM Invest resümiert in seinem Vortrag: „Eine langfristige Inflationserwartung von zwei Prozent pro Jahr für die Eurozone erscheint historisch und institutionell gut verankert. Daher lassen die aktuellen nominellen Zinssätze in den kommenden Jahren negative reale Anleiheerträge erwarten. Um den erwarteten realen Ertrag ihrer Portfolios zu erhöhen, empfehlen wir daher den Investoren stärker in Produkte mit aktiver Steuerung des Zinsrisikos oder in breiter diversifizierte Vermögensverwaltungsprodukte zu investieren." (ip/aa)
 
 
twitterlinkedInXING

News

 Schliessen