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Das spielte sich an den Staatsanleihenmärkten im Januar 2021 ab

Nach einem relativ ruhigen Dezember begann das Jahr 2021 mit einem breiten Ausverkauf an den Märkten für internationale Staatsanleihen, schreibt Tradeweb in seinem Monatskommentar.

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© styleuneed / Fotolia

Die höchsten Verluste an den Märkten für Staatsanleihen waren dabei in Nordamerika zu verzeichnen, berichtet "Tradweb". Die Rendite der zehnjährigen kanadischen Staatsanleihe stieg um 21,5 Basispunkte und beendete den Monat bei 0,89 Prozent. Auf ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung beließ die Bank of Canada ihren Leitzins bei 0,25 Prozent und verkündete, dass sie ihn dort belassen würde, bis die Erholung ausreichend fortgeschritten sei. Im Nachbarland USA überschritt die Rendite der zehnjährigen Treasury am 6. Januar zum ersten Mal seit März 2020 wieder die Schwelle von einem Prozent, um den Berichtsmonat 18 Basispunkte höher bei 1,09 Prozent zu beenden. Die US-Notenbank Fed behielt den Zielkorridor für den Tagesgeldsatz unverändert bei (0 bis 0,25 Prozent) und signalisierte, dass sie jeden Monat Anleihen im Volumen von mindestens 120 Milliarden US-Dollar kaufen wird.

Europa
Hier verzeichnete die Rendite der zehnjährigen schwedischen Staatsanleihe den größten Anstieg unter allen Staatsanleihen. Nachdem sie 2020 überwiegend im negativen Bereich gelegen hatte, beendete sie den Januar fast 17 Basispunkte höher bei 0,09 Prozent. Die Wirtschaft des Landes wuchs im vierten Quartal 2020 um 0,5 Prozent und damit 0,7 Prozent  weniger stark als erwartet. Die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe (Gilt) zog um knapp 13 Basispunkte auf 0,32 Prozent an. In seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick senkte der IWF seine BIP-Wachstumsprognose für Großbritannien für das Jahr 2021 von zuvor sechs Prozent auf 4,5 Prozent. Indessen ging der GfK-Konsumklimaindex im Januar auf -28 zurück, nachdem er im Dezember noch bei -26 gelegen hatte.

Politische Krise in Italien
Italien wurde am 13. Januar von einer politischen Krise erfasst, als Matteo Renzi seine Unterstützung der von Giuseppe Conte geführten Koalitionsregierung zurückzog und letzteren zum Rücktritt zwang. Vor diesem Hintergrund legte die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe im Monatsverlauf um 9,5 Basispunkte auf 0,64 Prozent zu. Indessen stieg die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe um sechs Basispunkte und beendete den Berichtsmonat bei -0,52 Prozent. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 um fünf Prozent und damit deutlich weniger stark als die französische und italienische Konjunktur, für die ein Rückgang um 9,3 Prozent bzw. neun Prozent vorhergesagt wurde. Auf ihrer ersten geldpolitischen Sitzung des Jahres beließ die Europäische Zentralbank den Leitzins unverändert (Hauptrefinanzierungssatz: null Prozent, Einlagesatz: -0,5 Prozent).

Asien-Pazifik
In der Region Asien-Pazifik zog die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe bis zum Monatsende um 15 Basispunkte auf 1,12 Prozent an. Das Verbrauchervertrauen fiel im Januar gegenüber dem Vormonat um 4,5 Prozent auf 107 Punkte, nachdem es im Dezember noch bei 112 Punkten gelegen hatte. Gleichzeitig stieg die Inflationsrate in den letzten drei Monaten des Jahres 2020 auf 0,9 Prozent, das höchste Niveau seit drei Quartalen. Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe legte um 3 Basispunkte auf 0,05 Prozent zu. Die Bank of Japan beließ die kurzfristigen Zinsen auf ihrer Januar-Sitzung unverändert bei -0,1 Prozent. Sie erwartet, dass sich die Konjunktur im laufenden Jahr weiter aufhellt und dass die Auswirkungen der COVID-19-Krise allmählich nachlassen. (kb)

 

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