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Das sind die "Outrageous Predictions" der Saxo Bank für 2020

"Schwachsinn! Das wird niemals passieren", meinen die einen. "Und falls doch?", fragen sich die anderen. Bei solch unterschiedlichen Reaktionen kann es sich eigentlich nur um eines handeln: Die alljährlichen "Outrageous Predictions" der Saxo Bank.

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Eskom versetzt Südafrika den Stromschlag
Um den angeschlagenen Energieversorger Eskom zu retten und die Stromversorgung des Landes aufrechtzuerhalten, teilt die südafrikanische Regierung zum Jahresende mit, dass das Haushaltsdefizit im kommenden Jahr auf 6,5 Prozent des BIP steigen soll – den höchsten Wert seit mehr als einem Jahrzehnt.

Das ist ein massiver Rückschlag, nachdem es der Regierung in den letzten Jahren gelungen war, das Defizit stabil bei rund vier Prozent des BIP zu halten. Das Eskom-Fiasko ist der Tropfen, der für die Gläubiger das Fass zum Überlaufen bringt: Warum sollten sie ein Land weiter finanzieren, dem es seit Jahrzehnten nicht mehr gelingt, seine Finanzen und seine Regierungsführung in Ordnung zu bringen?

2020 werden weitere Schwellenmärkte mit schlechter Bonität mitgerissen; die Performance der Schwellenmärkte klafft folglich so weit auseinander wie seit Jahren nicht mehr. Das Land rutscht immer weiter Richtung Abgrund.
© ibreakstock / stock.adobe.com

Seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt veröffentlicht die dänische Saxo Bank ihre "Outrageous Predictions". Auch die diesjährige Liste ist mal wieder schaurig-schön. Sie soll einmal mehr alle Investoren ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen.

"In diesem Jahr beschäftigen sich die 'Outrageous Predictions' alle mit dem Thema Disruption, da unser aktuelles Paradigma schlicht und ergreifend sein Ende erreicht hat", sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank. "2020 könnte das Pendel in politischen ebenso wie in geld-, fiskal- und umweltpolitischen Fragen massiv in die Gegenrichtung ausschlagen. In der Politik bedeutete eine solche Entwicklung ein abruptes Ende des Populismus, an dessen Stelle Bemühungen träten, die Gesellschaft nicht weiter zu spalten, sondern zu heilen. In der Geldpolitik könnten die Notenbanken sich ein wenig aus dem Spiel nehmen und sogar die Zinsen leicht normalisieren, während die Regierungen mit Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz in die Bresche springen."

Natürlich dürfen die "Outrageous Predictions" nicht als offizieller Marktausblick verstanden werden. Sie sollen den Blick dafür weiten, was zwar nicht gerade wahrscheinlich, aber eben doch möglich ist. Logischerweise laufen die disruptivsten (und somit ungeheuerlichsten) Ergebnisse den Konsenserwartungen diametral entgegen.

Das Schweizer Wirtschafts- und Lifestyle-Portal "Moneycab" liefert auf seiner Website eine Zusammenfassung der Vorhersagen in deutscher Sprache, die wir Ihnen keinesfalls  vorenthalten möchten – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)

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