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Das sind die "Outrageous Predictions" der Saxo Bank für 2020

"Schwachsinn! Das wird niemals passieren", meinen die einen. "Und falls doch?", fragen sich die anderen. Bei solch unterschiedlichen Reaktionen kann es sich eigentlich nur um eines handeln: Die alljährlichen "Outrageous Predictions" der Saxo Bank.

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In Asien wird eine neue Reservewährung eingeführt
Eine von der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB, im Bild: Präsident Jin Liqun) gestützte digitale Reservewährung sorgt dafür, dass der US-Dollar-Index um 20 Prozent und der US-Dollar gegenüber Gold um 30 Prozent nachgibt.

Als Reaktion auf die sich verschärfende Handelsrivalität und die Verletzlichkeit durch die zunehmenden Drohungen aus den USA, den US-Dollar und seine Kontrolle über die globale Finanzwelt als Machtmittel einzusetzen, schafft die Asian Infrastructure Investment Bank eine neue Reservewährung, die Asian Drawing Right (ADR) genannt wird. Der ADR-USD-Kurs liegt bei 1 zu 2, was den ADR damit zur größten Währungseinheit der Welt werden lässt.

Mit dieser Maßnahme soll der regionale Handel vom Dollar gelöst werden. Die Volkswirtschaften der Region vereinbaren multilateral, den gesamten Handel in der Region nur noch mit ADR abzuwickeln. Auch die großen Ölexporteure wie Russland und die Opec-Länder schließen sich an, da sie immer stärker von den asiatischen Märkten abhängig sind.

Durch die Tatsache, dass ein beträchtlicher Teil des Welthandels nicht länger in US-Dollar abgewickelt wird, trocknen die Kapitalzuflüsse, die die USA eigentlich brauchen, um ihr Doppeldefizit zu finanzieren, noch schneller aus. Innerhalb weniger Monate gibt der Dollar gegenüber dem ADR um 20 Prozent und gegenüber Gold um 30 Prozent nach. Dadurch überspringt der Goldkurs 2020 deutlich die Grenze von 2.000 US-Dollar pro Unze.
© Brent Lewin / Bloomberg

Seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt veröffentlicht die dänische Saxo Bank ihre "Outrageous Predictions". Auch die diesjährige Liste ist mal wieder schaurig-schön. Sie soll einmal mehr alle Investoren ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen.

"In diesem Jahr beschäftigen sich die 'Outrageous Predictions' alle mit dem Thema Disruption, da unser aktuelles Paradigma schlicht und ergreifend sein Ende erreicht hat", sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank. "2020 könnte das Pendel in politischen ebenso wie in geld-, fiskal- und umweltpolitischen Fragen massiv in die Gegenrichtung ausschlagen. In der Politik bedeutete eine solche Entwicklung ein abruptes Ende des Populismus, an dessen Stelle Bemühungen träten, die Gesellschaft nicht weiter zu spalten, sondern zu heilen. In der Geldpolitik könnten die Notenbanken sich ein wenig aus dem Spiel nehmen und sogar die Zinsen leicht normalisieren, während die Regierungen mit Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz in die Bresche springen."

Natürlich dürfen die "Outrageous Predictions" nicht als offizieller Marktausblick verstanden werden. Sie sollen den Blick dafür weiten, was zwar nicht gerade wahrscheinlich, aber eben doch möglich ist. Logischerweise laufen die disruptivsten (und somit ungeheuerlichsten) Ergebnisse den Konsenserwartungen diametral entgegen.

Das Schweizer Wirtschafts- und Lifestyle-Portal "Moneycab" liefert auf seiner Website eine Zusammenfassung der Vorhersagen in deutscher Sprache, die wir Ihnen keinesfalls  vorenthalten möchten – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)

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