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Das sind die "Outrageous Predictions" der Saxo Bank für 2020

"Schwachsinn! Das wird niemals passieren", meinen die einen. "Und falls doch?", fragen sich die anderen. Bei solch unterschiedlichen Reaktionen kann es sich eigentlich nur um eines handeln: Die alljährlichen "Outrageous Predictions" der Saxo Bank.

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Die Stagflation ist da
Da die Zinssätze effektiv an die Untergrenze gekommen sind und das ohnehin enorme Haushaltsdefizit der USA noch weiter wächst, wird die vor der Tür stehende Rezession in den USA die Fed dazu zwingen, ihre Bilanz über das bislang Vorstellbare hinaus aufzublähen, damit Donald Trump noch mehr Geld ausgeben kann, um die Infrastruktur zu verbessern und so seine Chancen auf eine Wiederwahl zu retten.

Aber dann geschieht etwas Seltsames: Als die Anreize ihre Spuren in der Wirtschaft hinterlassen, ziehen Löhne und Preise massiv an – ironischerweise aufgrund des Mangels an Ressourcen und Fachkräften, was auf die zu geringen Investitionen in der Vergangenheit zurückzuführen ist. Steigende Inflation und Zinsen wiederum erhöhen die Kapitalkosten und drängen Zombiefirmen aus dem Geschäft, da schwächere Schuldner kaum noch eine Finanzierung erhalten. Rund um den Globus gibt der Wert des US-Dollar massiv nach, da der Markt erkennt, dass die Fed ihre Bilanz noch weiter aufblähen und ihren Leitzins extrem niedrig halten wird.
© AliFuat / stock.adobe.com

Seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt veröffentlicht die dänische Saxo Bank ihre "Outrageous Predictions". Auch die diesjährige Liste ist mal wieder schaurig-schön. Sie soll einmal mehr alle Investoren ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen.

"In diesem Jahr beschäftigen sich die 'Outrageous Predictions' alle mit dem Thema Disruption, da unser aktuelles Paradigma schlicht und ergreifend sein Ende erreicht hat", sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank. "2020 könnte das Pendel in politischen ebenso wie in geld-, fiskal- und umweltpolitischen Fragen massiv in die Gegenrichtung ausschlagen. In der Politik bedeutete eine solche Entwicklung ein abruptes Ende des Populismus, an dessen Stelle Bemühungen träten, die Gesellschaft nicht weiter zu spalten, sondern zu heilen. In der Geldpolitik könnten die Notenbanken sich ein wenig aus dem Spiel nehmen und sogar die Zinsen leicht normalisieren, während die Regierungen mit Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz in die Bresche springen."

Natürlich dürfen die "Outrageous Predictions" nicht als offizieller Marktausblick verstanden werden. Sie sollen den Blick dafür weiten, was zwar nicht gerade wahrscheinlich, aber eben doch möglich ist. Logischerweise laufen die disruptivsten (und somit ungeheuerlichsten) Ergebnisse den Konsenserwartungen diametral entgegen.

Das Schweizer Wirtschafts- und Lifestyle-Portal "Moneycab" liefert auf seiner Website eine Zusammenfassung der Vorhersagen in deutscher Sprache, die wir Ihnen keinesfalls  vorenthalten möchten – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)

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