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Das geschah im Monat April 2020 bei Staatsanleihen

In einem gegenüber März deutlich weniger volatilen Umfeld verzeichneten die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen im April insgesamt einen Rückgang, da die Zentralbanken umfassende Stimulierungsmaßnahmen beschlossen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise zu mindern, sagt Tradeweb.

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© styleuneed / Fotolia

Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries ging um sieben Basispukte zurück und beendete den Monat bei 0,62 Prozent. Am 29. April hielt die US-Notenbank die Federal Funds Rate in einer Zielbandbreite von 0 bis 0,25 Prozent und verkündete, sie werde ihr geldpolitisches Instrumentarium voll auszuschöpfen, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Die US-Arbeitslosenquote schnellte nach oben, wobei die Anträge auf Arbeitslosenhilfe Ende April auf über 30 Millionen stiegen.

EZB
Diesseits des Atlantiks beließ die Europäische Zentralbank sowohl ihren Leitzins als auch die Höhe ihres 750 Milliarden Euro umfassenden Notfall-Anleihekaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme, PEPP) unverändert, lockerte jedoch die Kreditvergabebedingungen, um dadurch die Wirtschaft weiter zu stützen. Den von der EZB veröffentlichten Wachstumsprognosen zufolge könnte das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone dieses Jahr um fünf bis zwölf Prozent sinken. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe fiel um fast zwölf Basispunkte und beendete den April auf einem Monatstief von -0,59 Prozent. Laut dem Ifo-Institut schrumpfte die deutsche Konjunktur im ersten Quartal 2020 um 1,9 Prozent und könnte im Gesamtjahr um 6,6 Prozent zurückgehen.

Italien und Griechenland
In Griechenland und Italien stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe um 50,5 Basispunkte auf 2,14 Prozent beziehungsweise um 23 Basispunkte auf 1,76 Prozent an. Angesichts der Schwierigkeiten, die der italienischen Wirtschaft und den italienischen Staatsfinanzen drohen, hat Fitch das Rating des Landes auf BBB- herabgesetzt, nur eine Stufe über Ramschniveau. Der IWF geht für das Jahr 2020 davon aus, dass das BIP in Italien um 9,1 Prozent und in Griechenland um zehn Prozent sinken wird.

Japan
Indessen beendete die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe den April 5,5 Basispunkte tiefer bei -0,04 Prozent. Auf ihrer Sitzung vom April behielt die Bank of Japan ihren kurzfristigen Zinssatz von 0,1 Prozent und ihren langfristigen Zinssatz von null Prozent bei, bekräftigte jedoch ihre Entschlossenheit, weiterhin Staatsanleihen ohne Obergrenze zu kaufen.

Australien
In Australien stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe um acht Basispunkte und beendete den Monat bei 0,83 Prozent. Auf ihrer Sitzung vom 7. April beließ die australische Notenbank den Leitzins bei 0,25 Prozent, nachdem sie diesen Mitte März um einen Viertelprozentpunkt gesenkt hatte. Im weiteren Monatsverlauf äußerte Notenbankpräsident Philip Lowe seine Erwartung, dass das Bruttoinlandsprodukt 2020 um zehn Prozent fallen würde. (kb)

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