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Das erwartet AGI-Rentenchef Franck Dixmier von der EZB-Sitzung

Die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, 16. Juli 2020, wirft ihren Schatten voraus. Franck Dixmier, Global CIO Fixed Income bei Allianz Global Investors, hat sich Gedanken darüber gemacht, ob und was wohl beschlossen werden könnte - oder ob die EZB derzeit nur beobachtet....

Franck Dixmier
Franck Dixmier, Allianz Global Investors (AGI)
© Allianz Global Investors

"Von der Sitzung am 16. Juli 2020 erwarten wir keine neuen geldpolitischen Maßnahmen. Insgesamt dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) mit den Ergebnissen ihres seit März umgesetzten Maßnahmenpakets zufrieden sein", schreibt Franck Dixmier, Global CIO Fixed Income bei Allianz Global Investors, in einer aktuellen Einschätzung betreffend die kommende EZB-Sitzung.

Gute Nachrichten von der Konjunktur
Die finanziellen Bedingungen in der Eurozone haben sich deutlich verbessert und die Konjunkturerholung ist kräftiger als erwartet: Die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor in der Eurozone lagen im Juni mit 47,4 bzw. 48,3 jeweils wieder nahe des wichtigen Wertes von 50, der die Schwelle von Kontraktion zu Expansion darstellt (Mai: 39,4 bzw. 30,5). Darüber hinaus betrug die Wachstumsrate des weit gefassten Geldmengenaggregats M3 im Mai 8,9 Prozent gegenüber Vorjahr, nach 8,2 Prozent im April. Zusammen mit der Einengung der Risikoaufschläge an den Anleihemärkten bestätige dies Dixmier zufolge die Wirksamkeit und reibungslose Transmission der Geldpolitik.

EZB ist weiterhin wachsam und würde reagieren
Damit stellt sich laut Dixmier die allgemeine Lage ruhiger dar als bei der letzten Tagung im Juni. Die EZB dürfte jedoch erneut ihre Wachsamkeit und Bereitschaft bekräftigen, notfalls erneut zu agieren.

Das wirtschaftliche Umfeld ist nach wie vor von großen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geprägt, was Zweifel am Wachstumspfad in der Eurozone und weltweit aufkommen lässt.

Darüber hinaus bleiben die Inflationsentwicklung und die Inflationsaussichten extrem niedrig: Die Teuerungsrate in der Eurozone liegt derzeit lediglich bei 0,3 Prozent gegenüber Vorjahr, die Kernrate bei 0,8 Prozent und die Inflationserwartungen bleiben auf historisch niedrigen Niveaus (5-Jahresswap auf Sicht von fünf Jahren: 1,10 Prozent im Juni). 

PEPP-Verlängerung erwartet
"Im Herbst rechnen wir mit einer weiteren Verlängerung des Pandemie-Notkaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme, PEPP) bis 2022, um den erheblichen Finanzierungsbedarf der Regierungen im Jahr 2021 zu decken. In der Eurozone dürfte sich dieser Bedarf auf 1,1 Billionen Euro bemessen. Auf die Anleihemärkte sollte all dies beruhigend wirken. Die kurzfristigen Zinssätze sind auf sehr niedrigen Niveaus gut verankert und die Zinsstrukturkurve bleibt noch lange unter dem Einfluss der EZB", erklärt Dixmier abschließend. (aa)

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