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CS: Droht der Aktien-Exitus bei Bondrenditen von mehr als 3,5 Prozent?

Nachdem die Rendite zehnjähriger US-Treasuries auf das höchste Niveau seit fast sieben Jahren gestiegen ist, beginnen sich Investoren zu fragen, welches Niveau eine große Umschichtung aus Aktien in Anleihen auslösen wird. Credit Suisse (CS) sagt, dass die Schwelle gefährlich nahe rückt.

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Michael O’Sullivan, Chief Investment Officer International Wealth Management bei der Credit Suisse in Zürich
© CS

Der diesjährige Anstieg der zehnjährigen Rendite - am Donnerstagmorgen lag sie bei 3,115 Prozent - hat die Aktienmarktrally sowohl in den USA als auch in Europa aus der Bahn geworfen, was Ängste über die Finanzierungskosten der Unternehmen geweckt hat und die Anlageklasse Aktien weniger attraktiv werden ließ als festverzinsliche Anlagen insgesamt.

Wann kommt "the great rotation" - zurück in Anleihen?
"Treasury-Renditen von 3,5 Porzent würden die Anleger aus den Aktien treiben und zurück in die Treasuries", sagte Michael O’Sullivan, Chief Investment Officer International Wealth Management bei der Credit Suisse in Zürich, in einem Telefoninterview mit Bloomberg News. O’Sullivan, der rund 760 Milliarden Schweizer Franken an Anlagevolumen mitbetreut, sagte, der Ausstieg aus Aktienfonds habe noch nicht begonnen, sollte aber sichtbar werden, wenn die Rendite 3,2 bis 3,3 Prozent erreicht.

Robuste Konjunktur, Leitzinsanhebungen, Inflationsanstieg als Auslöser
Angeschoben von robusten US-Konjunkturdaten sowie Besorgnis über eine mögliche Belebung der Inflation und das Tempo der Zinserhöhungen der Fed sind die Anleiherenditen sind in diesem Jahr gestiegen. Diese Bewegung hat die Aktienmärkte, insbesondere Sektoren, die als Anleihe-Alternativen gelten, wie Telekommunikation und Versorger, erschüttert, mioent man bei der CS.

Bald die Vier-Prozent-Marke im Visier?
Zwar erwarten die meisten Anleger in diesem Jahr höhere Marktzinsen, aber die Debatte hat sich nun auf das Ausmaß des Anstiegs verschoben. Jamie Dimon von J.P. Morgan Chase und Franklin Templeton sehen die Renditen in Richtung vier Prozent steigen. Laut der jüngsten Fondsmanager-Umfrage von Bank of America-Merrill Lynch warten Vermögensverwalter darauf, dass die Rendite 3,6 Prozent erreicht, um von Aktien in Anleihen umzuschichten.

Pause beim Renditenanstieg ist möglich
Während der Renditeanstieg derzeit unaufhaltbar erscheint, sieht O’Sullivan von Credit Suisse in den kommenden Monaten eine Pause, da sich der Fokus der Investoren auf Risiken wie das US-Haushaltsdefizit verlagern werde. Dies dürfte das Aufwärtspotenzial der Renditen in diesem Jahr auf rund 3,2 Prozent begrenzen, während der US-Dollar nachgeben sollte. (kb)

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