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Corona: Fed kauft nun erstmalig auch Corporate Bond-ETFs

Zur Beruhigung der Märkte während der Coronakrise hat die US-Notenbank bekannt gegeben, im Rahmen ihres finanziellen Rettungspakets jetzt auch in ETFs investieren zu wollen. Bei den genauen Kriterien für die Anlagenkäufe blieb die Fed zunächst vage.

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Stefan Kuhn, Leiter der ETFs für das SPDR-Geschäft von State Street Global Advisors in Deutschland.
© SPDR

"Mit einem von Experten geschätzten Gesamtvolumen von über 30 Milliarden US-Dollar könnte die angekündigte Finanzspritze allerdings entscheidend zu einer Entspannung des Investmentsektors beitragen", meint Stefan Kuhn, Leiter der ETFs für das SPDR-Geschäft von State Street Global Advisors in Deutschland.  

Fed setzt Corporate Bond-ETFs auf ihre Einkaufsliste
Als Teil ihres Asset-Kaufprogrammms zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus hat sich die Fed dazu verpflichtet, Investment Grade Unternehmensanleihen mit Laufzeiten von bis zu fünf Jahren zu erwerben, wobei der maximale Anteil am Emissionsvolumen, den die Fed erwirbt, bei zehn Prozent liegen wird. Das Gleiche war bereits 2009 geschehen. als sich die Fed mit dieser unorthodoxen Maßnahme dazu entschlossen hatte, dem Einfrieren der Kreditmärkte entgegenzuwirken. 

Käufe sowohl im Primär- als auch im Sekundärmarkt
In ersterem wird die Fed im Rahmen der Primary Market Corporate Credit Facility (PMCCF), am Sekundärmarkt via der Secondary Market Corporate Credit Facility (SMCCF) tätig. Die SMCCF umfasst auch Käufe von an US-Börsen gelisteten Investment Grade Corporate Bond ETFs. Als Grenze setzt sich die Fed den Erwerb von maximal 20 Prozent der Assets eine ETFs, die dieser am Stichtag, dem 22. März 2020, aufwies. 

Der "Sweet Spot" der Käufe ist wohl das kurze Ende der IG Corporate-Kurve. Wenn die Fed hier durch Ankäufe die Renditen drückt, könnte diese eine positive Wirkung entlang der ganzen Kurve entfalten, da Investoren dann auch längere Laufzeiten bei ihrer Suche nach Rendite nachfragen werden. (kb)

 

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