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Comgest: Japans Aktienmarkt wird unterschätzt

Den japanische Aktienmarkt betrachten viele Investoren mit Zurückhaltung. Dadurch verpassen sie die Chance auf attraktive Langzeitinvestments, sagt Comgest-Portfoliomanager Richard Kaye.

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© Caito / stock.adobe.com

Japan richtet in diesem Jahr die 32. Olympischen Spiele aus – aufgrund der Pandemie allerdings ohne Zuschauer. Neben dem Sportevent hat der Inselstaat noch eine ganze Menge mehr zu bieten, auch für Investoren. Die müssen dafür nur genau hinschauen und "sich nicht vom Blick auf die Indizes abschrecken lassen", sagt Richard Kaye, Portfoliomanager bei der Fondsgesellschaft Comgest. Japan ist mittlerweile die drittgrößte Volkswirtschaft, mit einer Vielzahl von familiengeführten Unternehmen. "Das macht sie Analysten zufolge zu Unternehmen, die generationsübergreifend denken und handeln, was für langfristig orientierte Investoren ein großes Plus ist", sagt Kaye. 

Mit 3.700 gelisteten Titeln ist Japan außerdem der größte Aktienmarkt Asiens. Dass sich dennoch nur wenige Investoren für den Markt interessieren, kann Kaye bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen: "Die Schuldenlast ist hoch, die Bevölkerung wird älter, eine deflationäre Spirale hat die Binnenwirtschaft über Jahrzehnte gebremst und die starke Währung setzt der Profitabilität vieler exportorientierter Unternehmen zu."

Doch ein zweiter Blick auf Japan als Investitionshafen lohnt sich. "Mit dem richtigen Ansatz lassen sich die Herausforderungen umgehen – indem nicht ein Bruchteil der wachstumsschwachen Volkswirtschaft gekauft wird, sondern dynamisch wachsende Einzelunternehmen", sagt der Portfoliomanager. 

Wachstumswerte mit Potenzial
Japan wird laut Kaye in vielerlei Hinsicht unterschätzt. Zum einen ist das Land im Bereich ESG stärker aufgestellt, als viele Investoren annehmen: "Gerade bei Umwelttechnologien sind viele Betriebe dem Rest der Welt voraus", sagt Kaye. Auch Wachstumsinvestoren biete Japan eine Vielfalt an vernachlässigten Nebenwerten, die den Weltmarkt dominieren. "Als Exportweltmeister ist japanisches High-Tech-Engineering der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit vieler chinesischer Unternehmen", betont der Vermögensexperte. (fp)

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