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Columbia Threadneedle: Grüne Bundesanleihe stärkt Green-Bond-Markt

Die Emission der ersten Bundesanleihe in Deutschland wird laut Columbia Threadneedle den Green-Bond-Markt beflügeln.

Simon Bond, Director Responsible Investment Portfolio Management bei Columbia Threadneedle und Portfoliomanager des Threadneedle (Lux) European Social Bond Fonds
Simon Bond, Columbia Threadneedle
© Columbia Threadneedle

Die Emission der ersten grünen deutschen Bundesanleihe wird dem Markt für grüne Anleihen nach Ansicht der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments einen Wachstumsschub verleihen. „Die erfolgreiche Platzierung wird dazu führen, dass weitere Emittenten Green Bonds auflegen“, prognostiziert Simon Bond, Director Responsible Investment Portfolio Management bei Columbia Threadneedle und Portfoliomanager des Threadneedle (Lux) European Social Bond Fonds. „Wir ermutigen andere Staaten, dem Beispiel zu folgen.“

Columbia Threadneedle hat Bond gekauft
Am Mittwoch hatte die Finanzagentur des Bundes die erste grüne Bundesanleihe emittiert und war damit anderen Staaten wie Schweden, Frankreich, Belgien, Irland, den Niederlanden und Polen gefolgt. Das Interesse an dem Papier mit zehnjähriger Laufzeit und einem Gesamtvolumen von 6,5 Milliarden Euro war enorm: Die Agentur erhielt von Investoren Gebote über 33 Milliarden Euro.

Auch Simon Bond hat die erste grüne Bundesanleihe erworben und ins Portfolio des Threadneedle (Lux) European Social Bond Fonds aufgenommen. „Sie wird vor allem dazu beitragen, die Liquidität des Portfolios zu gewährleisten – und durch die Mittelverwendung zugleich positive Entwicklungen fördern.“

Luftholen am Green-Bond-Markt
Global betrachtet ist die Emissionstätigkeit bei grünen Anleihen in den vergangenen Monaten zurückgegangen. Denn angesichts der Corona-Krise hat sich der Schwerpunkt stärker auf soziale und nachhaltige Papiere verlagert. So kamen Columbia Threadneedle zufolge in der ersten Jahreshälfte 2020 neue grüne Anleihen im Umfang von 88 Milliarden Dollar auf den Markt – 14 Prozent weniger als die 103 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang bereitet Portfoliomanager Bond keine Sorgen. „Es braucht ganz einfach Zeit, um ein Rahmenwerk für die Emission solcher Anleihen zu schaffen“, sagt er. „Die Emissionen werden kommen, und der Markt wird wachsen.“

Green Bond soll gleich viel kosten wie klassische Anleihe
Das Wachstum und die Akzeptanz grüner Bundesanleihen werden Columbia Threadneedle zufolge auch dadurch begünstigt, dass diese Papiere ohne Aufschlag zu herkömmlichen deutschen Staatsanleihen gehandelt werden dürften. Bond: „Wir gehen nicht davon aus, dass Investoren eine Prämie für grüne Bundesanleihen zahlen müssen.“ So habe das Finanzministerium in Bezug auf die Emission vom Mittwoch klargestellt, dass sie gegebenenfalls intervenieren werde, um dies zu gewährleisten.

Aufbau einer Zinsstrukturkurve erwünscht
Dass weitere grüne Bundesanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten geplant sind, werde den Markt für Green Bonds insgesamt unterstützen. „So kann sich eine Zinsstrukturkurve etablieren. Weil diese sich auf die klassische Kurve bezieht, die Investoren gewohnt sind, wird sie die Entwicklung des Marktes durch mehr Flexibilität fördern“, sagt Bond. (aa)

 

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