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Columbia Threadneedle: Darum müssen Rohstoffpreise jedenfalls steigen

David Donora, Leiter des Bereiches Rohstoffe bei Columbia Threadneedle, erklärt, warum die Preise von Grundstoffen zukünftig allerhöchstwahrscheinlich grosso modo nach oben gehen. Das liegt u.a. auch an den steigenden Anleiherenditen.

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David Donora, Columbia Threadneedle: "Wir bleiben zuversichtlich, dass die Rohstoffpreise 2018 noch deutlich anziehen könnten."
 
© Threadneedle

Auch wenn es am ersten Blick nicht logisch erscheint: Aber steigende Anleiherenditen könnten - obwohl diese damit für Investoren immer attraktiver werden - langfristig für höhere Rohstoffpreise sorgen. „Für Rohstoffproduzenten bedeuten steigende Anleiherenditen höhere Kreditkosten. Neue Projekte werden damit weniger attraktiv, und die angebotsseitige Reaktion auf in der Zukunft höhere Rohstoffpreise könnte massiv belastet werden“, schreibt David Donora, Leiter des Bereiches Rohstoffe bei Columbia Threadneedle, in einem aktuellen Kommentar. Was den Rohstoffproduzenten womöglich Kopfschmerzen bereite, könne sich als Chance für institutionelle Investoren erweisen. „Höhere Renditen werden dazu beitragen, die ohnehin vorteilhaften angebotsseitigen Beschränkungen noch zu verfestigen. Wenn die Rohstoffpreise dann irgendwann anziehen, könnten sie die Erwartungen übertreffen.“

Sinkende Vorräte machen Bullen hellhörig
Die Lagerbestände haben sich nach Einschätzung von Columbia Threadneedle über alle Rohstoffkategorien hinweg bereits deutlich verringert. „Denn die Produzenten legen an diesem Punkt im Konjunkturzyklus eine ganz uncharakteristische Disziplin an den Tag. Nie zuvor hat der Rohstoffsektor in Zeiten sich stabilisierender oder sogar steigender Preise die Neuproduktion so diszipliniert begrenzt“, schreibt Donora.

So verringere China, der weltweit größte Verbraucher natürlicher Ressourcen, aus ökologischen Gründen das Angebot zahlreicher Rohstoffe, genauer gesagt Kohle, Stahl und Aluminium. Zudem einigten sich die OPEC-Länder und Russland 2017 darauf, die Ölproduktion um 1,8 Millionen Barrel pro Tag zu drosseln. „Zuvor war die OPEC 40 Jahre lang mit ihren Versuchen gescheitert, Russland bei der Reduzierung der Fördermengen mit ins Boot zu holen. Nun sehen wir seit über einem Jahr, dass Russland in diesem Punkt durchaus kooperieren kann“, schreibt Donora.

Große Nachfrage, wenig Angebot
Diese konsequente Haltung kommt nach Ansicht von Columbia Threadneedle ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da das weltweite Wachstum in Schwellen- und Industrieländern eine steigende Nachfrage nach wichtigen Rohstoffen mit sich bringe. „Wir bleiben daher zuversichtlich, dass die Rohstoffpreise 2018 noch deutlich anziehen könnten“, schreibt Donora. (aa)

 

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