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Col. Threadneedle: Diese Trends prägen die Asset-Management-Zukunft

Die Pandemie beschleunigt strukturelle Trends und erfordert somit auch bei Vermögensverwaltern ein Umdenken, hält der Deutschlandchef von Columbia Threadneedle Investments fest.

Florian Uleer, Country Head Deutschland bei Columbia Threadneedle Investments
Florian Uleer, Country Head Deutschland bei Columbia Threadneedle Investments
© Columbia Threadneedle

Die notwendige Neuorientierung im Asset Management betrifft nach Ansicht von Florian Uleer, Country Head Deutschland bei Columbia Threadneedle Investments, vor allem drei Aspekte: eine globale Aufstellung, die umfassende Verankerung von Nachhaltigkeit und die Nutzung des technologischen Fortschritts. Mehr Details zu diesen drei Stellschrauben erläutert Uleer in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Beitrag. (aa)


Globaler Ansatz mit umfassenden Investment- und Research-Fähigkeiten
Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie unterschiedlich die konjunkturelle Dynamik in verschiedenen Regionen der Welt ausfallen kann: Industriestaaten sehen sich mit einer tiefgehenden Rezession konfrontiert. Schwellenländer kommen vergleichsweise gut durch die Krise, ihre Wachstumsraten ziehen wieder spürbar an.

Insgesamt erinnert die aktuelle Situation an die Zeit der globalen Finanzkrise vor gut zehn Jahren: Aus dieser Krise gingen Unternehmen gestärkt hervor, die über globale und langfristige Wettbewerbsvorteile verfügten – zum Beispiel, weil sie frühzeitig aufkommende Trends bedienten oder sich auf Nischen spezialisiert hatten, die weitgehend unabhängig von der allgemeinen Entwicklung wachsen können.

Das bedeutet zum einen, dass es global betrachtet stets Gelegenheiten am Kapitalmarkt gibt. Zum anderen, dass Asset Manager sich global aufstellen müssen, um diese Chancen zu nutzen. Denn nur wer über ein Netzwerk von Investment- und Research-Experten rund um den Globus verfügt, welches alle Anlageklassen, Märkte und Sektoren abdeckt, kann Opportunitäten auch rechtzeitig erkennen.

Bei Columbia Threadneedle können wir auf 450 Investmentspezialisten in Nordamerika, Europa und Asien bauen. Zudem verfügen wir über ein hauseigenes globales Research-Team, das gemeinsam mit unseren Portfoliomanagern Anlageideen entwickelt.

Technologischer Fortschritt zur Gewinnung von Informationsvorsprüngen
Ein hauseigenes Research-Team ermöglicht auch, neue Wege bei Analysen zu gehen. Nehmen wir als aktuelles Beispiel die Corona-Pandemie: Klassische Makro-Daten sind hilfreich bei der Analyse, welche Folgen die Pandemie bislang gehabt hat. Beim Blick nach vorn sind sie jedoch weniger aussagekräftig. Aus diesem Grund sind Asset Manager gut beraten, zusätzliche Konjunkturindikatoren zu nutzen. Die zunehmende Menge öffentlich verfügbarer Daten (auch bekannt unter dem Stichwort „Big Data“) in Verbindung mit dem technologischen Fortschritt bietet entsprechende Chancen. Denn sie ermöglicht immer umfassendere und präzisere Analysen – und dadurch Informationsvorsprünge.

Ein Beispiel dafür, wie wir Big Data-Analysen nutzen, um noch bessere Anlageergebnisse zu erzielen, ist der „Return to Normal Index“ unseres globalen Aktienresearch-Teams. Dieser Frühindikator bezieht sich auf US-Verbraucher, da dem privaten Konsum in den USA als weltweit größter Volkswirtschaft globale Bedeutung zukommt. Die Komponenten des „Return to Normal Index“ haben nennenswerte Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum. Insofern dient der Index dazu, Annahmen und Prognosen von Unternehmen mit der konjunkturellen Gesamtentwicklung abzugleichen und gegebenenfalls an die eigene Sichtweise anzupassen.

Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil des Anlageprozesses
Bei der Beantwortung der Frage, ob ein Unternehmen auch in zehn Jahren noch gute Gewinne erzielen wird, werden Umwelt- und Sozialkriterien sowie Aspekte der Unternehmensführung (ESG) immer wichtiger. Das wirkt sich auch auf die Anlagerenditen aus. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung nochmals beschleunigt. Daher glauben wir, dass Unternehmen nur dann dauerhafte Wettbewerbsvorteile haben können, wenn sie bei ESG-Faktoren gut abschneiden.

Um dem gerecht zu werden, ergänzen wir unsere umfangreiche Fundamentalanalyse durch ein innovatives, selbst entwickeltes Responsible-Investment-Ratingsystem. Dies ermöglicht unseren Fondsmanagern eine detaillierte und vorausblickende Gesamtschau darauf, wie gut Firmen Risiken im Zusammenhang mit Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung managen. Zudem bauen wir unser Spektrum an nachhaltigen Investmentlösungen aus – sowohl im Aktien- als auch im Anleihesegment, etwa über Social Bonds- und Outcome-Aktienstrategien.

Nicht nur auf der Investment- und Produktseite werden Investoren zunehmend auf Nachhaltigkeit achten, sondern auch bei der Auswahl von Asset Managern allgemein. Vor diesem Hintergrund dürften unabhängige Ratings an Bedeutung gewinnen, die Fondsgesellschaften ein entsprechendes Profil bescheinigen. Columbia Threadneedle gehörte 2006 zu den Erstunterzeichnern der Brancheninitiative „Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen“. 2021 zeichnete uns diese Initiative erneut mit der Bestnote A+ aus – bereits das sechste Jahr in Folge.

Wir sind der Ansicht, dass diese drei Trends bei Investoren weiter an Bedeutung gewinnen – und somit als Wettbewerbsfaktoren noch wichtiger werden. Asset Manager, die sich frühzeitig darauf einstellen, können das eigene Profil weiter schärfen, Investoren Mehrwert bieten und sich im dynamischen Wettbewerb auch künftig behaupten.

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