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CoCo-Markt solide gestartet nach Performance-Rekord 2019

2019 wurde zum performancestärksten Jahr für die Anlageklasse der CoCo-Anleihen (bedingte Wandelanleihen) – und dies direkt nach dem bisher einzigen Jahr mit einer negativen Performance für den CoCo-Markt.

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Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund COCO
© Swisscanto

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies ein Plus von 15,3 Prozent beim ICE BofAML Contingent Capital Index (hedged in EUR) und einen Kurszuwachs von 19,3 Prozent bei der EUR-Tranche des Swisscanto (LU) Bond Fund COCO.

„Im vergangenen Jahr konnten einzelne CoCo-Anleihen von starken Emittenten sogar Gesamtrenditen von 30 bis 40 Prozent erreichen. Es ist offensichtlich, dass die Performance von 2019 schwer zu wiederholen sein wird. Die Chance des CoCo-Markts auf eine ‚normale‘ Rendite in der Größenordnung von vier bis sechs Prozent in 2020 ist intakt und erhält damit die außerordentliche Attraktivität der Anlagekategorie. Der Start ins Jahr war bereits solide mit über einem Prozent Kursgewinn in den ersten drei Wochen“, so Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund COCO.

Neuemissionstätigkeit setzte Tempo fort
Die Neuemissionstätigkeit im CoCo-Anleihen-Markt setzte sich im 4. Quartal 2019 mit elf neuen Papieren in einem Gesamtnennwert von rund 5,8 Milliarden US-Dollar in einem guten Tempo fort. Emittiert wurden AT1-Anleihen von fünf größeren Benchmark-Banken (Large Caps), drei kleineren Banken von weniger etablierten Emittenten (Small Caps) sowie von drei Versicherern (RT1-Anleihen). 

Small Cap Emissionen erneut vermieden
„Die Emissionen von Small Caps haben wir aufgrund ihrer geringen Liquidität abermals gemieden. Insgesamt summierte sich das Emissionsvolumen von CoCo-Anleihen im Jahr 2019 auf rund 36 Milliarden US-Dollar. Die Kündigungen/Refinanzierungen von CoCo-Anleihen betrugen 16 Milliarden US-Dollar, was zu Netto-Neuemissionen (Marktwachstum) von 20 Milliarden US-Dollar führte. Für 2020 rechnen wir mit einer Gesamtemission von rund 30 Milliarden US-Dollar, bei erwarteten Kündigungen/Refinanzierungen von 24 Milliarden US-Dollar. Das verbleibende, geringe Netto-Neuemissionsvolumen von sechs Milliarden US-Dollar  sollte für den Markt eine starke technische Unterstützung darstellen“, sagt Björk.

Verringerter Kreditrisikoaufschlag
Weiter meint der Fondsmanager: „Der Kreditrisikoaufschlag des Bloomberg Barclays CoCo HY Index hat sich um 190 Basispunkte verringert,  und zwar von 525 Basispunkten auf 335 Basispunkte (bps). Dieses Spread-Level liegt im unteren Bereich unserer Erwartungen (300-500 bps). Wir haben den historischen Tiefpunkt von 295 Basispunkten vom 26. Januar 2018 noch nicht erreicht, halten es aber für relativ wahrscheinlich, dass wir diesen in den kommenden Quartalen wiedersehen werden. Im gegenwärtigen Umfeld stabilisierender Wachstumsindikatoren und lockerer Geldpolitik gehen wir davon aus, dass eine kurzfristige Spread-Ausweitung weiterhin mit einer zusätzlichen Nachfrage nach CoCo-Anleihen und nachfolgend engeren Spreads einhergehen wird.“

Die wichtigsten Risiken für 2020
Diese finden sich weiterhin auf der Makroebene und nicht auf Sektorebene, zum Beispiel für den Fall deutlich nachgebender Aktienmärkte oder deutlich steigender Zinsen. Erwähnenswert sind auch Spekulationen im Markt über die Möglichkeit, dass die Aufsichtsbehörde der Eurozone das derzeit niedrige Niveau des Kapitaltriggers vieler CoCo-Anleihen (derzeit bei 5,125 Prozent) aufgeben und höhere Kapitaltrigger im Bereich von sieben bis neun Prozent anstreben könnte. „Eine solche Änderung würde eindeutig weiteres Aufwärtspotenzial bieten, da viele CoCo-Anleihen auslaufen und dann eher auf dem Niveau von Tier-2-Bank-Anleihen gehandelt würden (aktueller Spread von 130 Basispunkten)“, so Björk.

Fazit
Aufgrund des gesunden Marktumfelds ist man bei Swisscanto der Ansicht, dass der CoCo-Markt eher durch Aufwärtspotential als durch mögliche Abwärtsrisiken geprägt werden wird. Aus diesem Grund behält man das Beta-Übergewicht bei. Björk führt aus: "Mit dieser Positionierung sollten wir auch profitieren, wenn wir weder einen Ausbruch nach oben noch einen Zusammenbruch der Marktpreise erleben, sondern eher eine ‚Carry‘-Seitwärtsbewegung. Letzteres ist unserer Ansicht nach das wahrscheinlichste Szenario. Wir haben in den vergangenen drei Jahren keinen Seitwärts-Carry-Markt gesehen, aber 2020 ist vielleicht eine gute Gelegenheit für ein Carry-Comeback.“ (kb)
 

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