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CoCo-Markt litt im vierten Quartal unter Abverkauf der Risikowerte

Nach einem starken Comeback der CoCo-Anleihen (Contingent Convertible Bonds) im dritten Quartal 2018 ließ der Abverkauf bei sämtlichen Risikowerten im vierten Quartal auch den CoCo-Markt nicht kalt. 2019 könnten die Credit Spreads bei Pflichtwandelanleihen aber wieder Unterstützung erfahren.

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Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund COCO, sagt: "Trotz des negativen Jahres gehören CoCo-Anleihen auf lange Sicht zu den Gewinnern im Anleihen-Universum. Seit Lancierung am 31. Mai 2011 erzielte der Fonds einen Wertzuwachs von 66,9 Prozent per Jahresende 2018. Wir sehen CoCos auch künftig als wichtiges Instrument zur Beimischung in einem breit diversifizierten Anleihen-Portfolio".
© Swisscanto

Die Credit Spreads weiteten sich im Quartalsverlauf um beträchtliche 95 Basispunkte (bps) aus. Der November erwies sich dabei an sämtlichen Kreditmärkten als besonders schwacher Monat. Daraus folgte, dass die Neuemissionstätigkeit verschwindend gering war. Lloyds begab als einzige Bank Anfang Oktober eine neue CoCo-Anleihe im Umfang von 1,5 Milliarden US-Dollar und einem Coupon von 7,5 Prozent. 

„Im Gesamtjahr 2018 belief sich der Umfang der Neuemissionen im CoCo-Markt auf 26
Milliarden Euro. Im Jahr 2017 wurden übrigens ebenfalls neue Anleihen in Höhe von 26 Milliarden Euro platziert. Für 2019 gehen wir von einem Neuemissionsvolumen von insgesamt rund 20 Milliarden Euro aus. Bezieht man aber die erwarteten Rückzahlungen in diesem Jahr in die Kalkulation mit ein, dürfte das Nettoangebot an CoCo-Neuemissionen unter zehn Milliarden Euro liegen und damit angesichts der voraussichtlich attraktiven Neuemissionsprämien problemlos Abnehmer unter den Anlegern finden“, so Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund COCO.

Kursrückgang bei CoCos zirka zur Häfte durch Kupons aufgefangen
Der Swisscanto (LU) Bond Fund COCO ATH EUR erzielte im Gesamtjahr 2018 eine
Gesamtrendite von -5,5 Prozent vor Gebühren (abgesichert in Euro). Dies entsprach etwa der
Performance des ICE BofAML COCO Index, dessen Gesamtrendite ebenfalls -5,6 Prozent
(abgesichert in Euro) betrug. Der Zinsertrag (Carry) des Fonds lag bei 6,2 Prozent, während der Kursertrag -12,7 Prozent betrug (lokal). 

Fonds behält aktive Positionierung bei
Auf Länderebene bedeutet dies eine Übergewichtung in die performancestarken spanischen Banken und eine Untergewichtung in britische Banken. Bezüglich der Währungen (auf abgesicherter Basis) werden auf Euro lautende CoCo-Anleihen über- und auf US-Dollar  lautende CoCos untergewichtet. „Bei den Emittenten haben wir unser Engagement in den größten nationalen Bank-Champions erhöht und in einigen kleineren sowie mittelgroßen Banken reduziert. Die aktuelle Positionierung ergibt zum Quartalsende für den Fonds insgesamt eine Endfälligkeitsrendite von 6,2 Prozent (Yield to Call 7,3 Prozent), einen Credit Spread von 502 bps und eine modifizierte Duration von 3,1 Jahren (vor Abzug von Gebühren und Währungsabsicherung)“, so Björk.

Spreads dürften 2019 stärkere Unterstützung erfahren
2018 erfolgte eine spürbare Neubewertung des Markts für CoCo-Anleihen, wobei der
durchschnittliche Credit Spread (OAS) sich um 160 bps auf derzeit 472 bps ausweitete. Der
mit High Yield (HY) bewertete Teil des CoCo-Marktes verzeichnete eine Ausweitung um 168
bps, was zu einem durchschnittlichen Spread von 526 bps führte. Angesichts der weiterhin
soliden Bankbilanzen spiegeln die aktuellen Spreadniveaus die Verlangsamung des globalen
und europäischen Wachstums nun angemessener wider. 

Höheres Spread-Niveau bringt Interessenten in den Markt zurück
„Von daher gehen wir davon aus, dass die neuen höheren Spreadniveaus die Nachfrage der Anleger wieder ankurbeln werden, sobald sich die allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten stabilisiert. Die Outperformance der CoCo-Anleihen im Vergleich zu den US HY-Anleihen im vierten Quartal (mit HY bewertete CoCo-Anleihen weiteten sich um 98 bps und US HY um 210 bps aus) veranschaulicht unserer Meinung nach die anhaltende Attraktivität von CoCo-Anleihen auch in einem volatileren Umfeld. Da ein mögliches Verlängerungsrisiko nun stärker eingepreist ist und die Neubewertung des teuren Vintage Ende 2017/Anfang 2018 nun hinter uns liegt, dürften die Spreads nun stärkere Unterstützung erfahren. Bei diesen Spreadniveaus erwarten wir ferner, dass zukünftige Neuemissionen im CoCo-Markt zu attraktiven Preisen erfolgen werden“, meint Björk. (kb)

 

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