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Chinas Notenbank öffnet die Liquiditätsschleusen

Die chinesische Notenbank hat gestern den Mindestreservesatz deutlich um einen Prozentpunkt gesenkt. Diese Zinsreduktion ist bereits die dritte in 2018. Damit öffnet die PBOC die Liquiditätsschleusen und unterstützt die chinesische Wirtschaft im Hinblick auf handelspolitische Auseinandersetzungen.

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© Aquir / stock.adobe.com

Die ab 15. Oktober 2018 geltende Maßnahme ersetzt zum Teil die am aktuellen Rand ausgelaufenen mittelfristigen Fazilitäten (medium lending  facility, MLF), überkompensiert diese aber, so dass nach Schätzungen der  Notenbank den chinesischen Banken eine zusätzliche Liquidität von rund 750 Milliarden Renmimbi (rund 95 Milliarden Euro) zur Verfügung steht, berichtet die NordLB. Nun können mehr Kredite vor allem KMUs und Start-Ups zur Verfügung gestellt werden.

Damit schlägt die People's Bank of China (PBOC) zwei Fliegen mit einer Klappe
Zum einen erhöht die Notenbank die knapp gewordene Liquidität und zum anderen unterstützt sie die Konjunkturpolitik der chinesischen Regierung. Letztere wird nach Meinung der Experten der NordLB auch relativ bald wieder tätig werden und weitere Stimuli wie Steuersenkungen auf den Weg bringen.  

China  bereitet sich weiter auf den Ernstfall vor, dass der Handelskrieg noch weiter eskaliert. Tatsächlich ist dies wahrscheinlich auch angebracht, trotz der  Kompromissbereitschaft, die die Amerikaner gegenüber Mexiko und Kanada gezeigt haben, ist die Volksrepublik der erklärte Lieblingsgegner des US-Präsidenten. Dazu kommt, dass der Midterm-Wahlkampf noch nicht vorbei ist. 

Marktreaktionen
Die Ankündigung führte am Montag zu einer leichten Abwertung des Renminbi. Die Aktienmärkte reagierten mit Verlusten. In Bezug auf den Wechselkurs betonte die Notenbank abermals, dass sie sich stabile Devisennotierungen wünsche. Im Kontext der anziehenden US-Zinsen und der erhöhten chinesischen Liquidität sei dies aber ein leichter Widerspruch, so die Volkswirte der NordLB. Es bleibt abzuwarten, ob sich in diesem Umfeld weiter Abwertungen des Yuan vermeiden lassen.

Fazit
Zum dritten Mal in diesem Jahr senkt die chinesische Notenbank den Mindestreservesatz. Sie sorgt damit für mehr Liquidität im Bankensektor und unterstützt Chinas Wirtschaftspolitik. Die Volksrepublik bereitet sich weiter auf eine Eskalation des Handelskriegs vor. Trotz des Abkommens zwischen den USA und Kanada respektive Mexiko scheint Peking eher skeptisch zu sein, ob Washington nun tatsächlich kompromissbereit ist. Zu oft wurde China freilich auch schon die Tür vor der Nase zugeschlagen. (kb)

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