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China, Corona, der Anfang, das Ende und eine Investment-Strategie

Die Corona-Krise nahm in China ihren Anfange und geht dort laut dem China-Spezialisten Stephen Li Jen, CEO von Eurizon SLJ Capital auch möglicherweise einem Happy End entgegen. Was das für den Rest der Welt bedeutet, und welche Investment-Strategie Jen vor diesem Hintergrund empfiehlt.

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... und hier outet sich der  Eurizon-CEO als Optimist: "Ich denke, dass die USA und China das hohe Level in ihrem vierteljährlichen BIP in den nächsten drei Quartalen zurückerobern werden, sodass etwa bis Ende 2020 oder Q1 2021 das Niveau von Q4 2019 wieder erreicht werden dürfte.  Europa hingegen könnte etwas mehr zu kämpfen haben. Für die Weltwirtschaft als Ganzes könnte die Rezession wiederum zwei bis drei Quartale andauern, nehme ich an."
 
Einflussreiche Player
Eine wichtige Rolle wird dabei den Zentralbanken zukommen, die laut Jen "keine andere Wahl haben, als sowohl den privaten als auch den öffentlichen Sektor zu unterstützen. Da die Staatsverschuldung stark ansteigt, müssen die Zentralbanken die Zinssätze niedrig und die Inflation hoch halten, um die Staatsverschuldung auszugleichen. Das mag das Richtige sein oder auch nicht, es ist jedoch etwas, wozu die Zentralbanken unausweichlich unter Druck gesetzt werden."

Das wiederum könnte "zu langfristigem Schaden führen, der den auf Inflation abzielenden Zentralbanken zugefügt wird, wird schwerwiegend sein. Ihre Unabhängigkeit wird in Frage gestellt werden, und selbst ihr Inflationsmandat wird – abweichend von früheren Mustern – aufgeweicht werden müssen Unternehmensanleihen und Hochzinsanleihen sowohl in entwickelten als auch in aufstrebenden Märkten könnten Schwierigkeiten haben, da diese Erholung nach Geographie, Sektor und Unternehmensgröße ungleichmäßig verlaufen wird."

Mögliche Strategie
Vor diesem Hingergrund zeigt der Eurizon-Chef Päferenzen für "US-Aktien, Gold und RMB-Anleihen. RMB-Anleihen haben in diesem Jahr sehr gut abgeschnitten, und auch in den beiden Vorjahren haben sie sich gut entwickelt. Sie sind fast eine Allwetter-Anlageklasse, die Anlegern ein fantastisches Gegengewicht in ihren globalen Portfolios bietet."
© iQoncept / stock.adobe.com

Stephen Li Jen, CEO von Eurizon SLJ Capital in London, geht davon aus, dass der finanzielle Stimulus der westlichen Länder so groß ist, dass die Rezession zeitnah überwunden werden kann. Er rät den westlichen Regierungen, sowohl die gesamtwirtschaftliche Nachfrage als auch das gesamtwirtschaftliche Angebot zu stützen. Darüber hinaus könnte dies eine große Chance sein, langfristige Strategien zu initiieren, die dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Länder zu verbessern.

Wie die Analyse des Experten im Detail aussieht, welche Rolle die Notenbanken spielen und welche Anlagestregie er vor diesem globalen Puzzle empfiehlt, haben wir in der oben angeführten Bildgalerie zusammengefasst – einfach in das Bild oben oder hier hineinklicken. (hw)

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