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CFS-Umfrage zum Thema "Green Finance": Staatseinfluss unerwünscht

Der Finanzsektor wird für die Erreichung der Klimaziele eine Rolle spielen, und Nachhaltigkeitsaspekte sind bei der Anlageentscheidung relevant.

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„Ich sehe große Chancen für den Finanzplatz Frankfurt, von dem wachsenden Trend zu nachhaltigen Finanzprodukten oder auch vom Handel mit Emissionsrechten zu profitieren“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl (Bild), Geschäftsführer des Center for Financial Studies (CFS), die Umfrageergebnisse.
© CFS

Angesichts der zunehmenden Diskussionen über den Klimawandel und seine Folgen nimmt auch die Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten im Finanzbereich zu. Unter den Schlagworten „Sustainable“ oder „Green“ Finance gibt es inzwischen zahlreiche Initiativen, die sich mit dem Beitrag des Finanzsektors zur Erreichung der Klimaziele beschäftigen. Eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies (CFS) ergab, dass die deutsche Finanzbranche mehrheitlich (64 Prozent) die Meinung vertritt, dass der Finanzsektor bei der Erreichung der Klimaziele eine unterstützende Rolle einnehmen könnte. 17 Prozent der Befragten ordnen dem Finanzsektor sogar eine tragende Rolle zu. Hingegen sehen 18 Prozent der Befragten hier keine Relevanz.

Zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Investmentprodukten wie Green Bonds 
Die Finanzbranche glaubt mehrheitlich (70 Prozent), dass der Nachhaltigkeitsaspekt künftig für Investoren eine wichtige Rolle bei ihren Anlageentscheidungen spielen wird. Hingegen nehmen 26 Prozent der Befragten an, dass der Nachhaltigkeitsaspekt die Anlageentscheidungen nicht beeinflussen wird.

Staatlicher Einfluss? Nein danke!
Bei dem Thema, inwieweit es zu staatlichen Einflussnahmen kommen sollte, ist sich die deutsche Finanzbranche geschlossen einig (70 Prozent), dass es weder staatliche Anreize (z.B. steuerliche Entlastungen) für Green Bonds geben sollte, noch sollten regulatorische Erleichterungen (z.B. bei der Eigenkapitalbelastung) für Banken geschaffen werden, die weniger oder keine Geschäfte mit umweltbelastenden Unternehmen machen.

Bankenregulierung nicht mit Nachhaltigkeit überfrachten
„Die Bankenregulierung sollte nicht mit klimapolitischen Zielen überfrachtet werden. Zum einen ist die Regulierungsdichte im Finanzsektor ohnehin schon sehr hoch. Zum anderen können Kapitalerleichterungen für umweltfreundliche Finanzierungen zu Fehlanreizen führen, die die Finanzstabilität gefährden“, erläutert Brühl weiter.

Umweltverhalten
Wenn es um die Frage geht, ob das Umweltverhalten von Firmenkunden bei der Kreditentscheidung von Banken (z.B. im Rating) berücksichtigt werden sollte, ist die Meinung der Finanzbranche eher zweigeteilt. Während 52 Prozent der Befragten diesen Aspekt befürworten, sprechen sich 45 Prozent dagegen aus.

Résumé
Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die Umfrageergebnisse zeigen klar, die Zeit ist reif und nachhaltige Produkte sind gesucht. Dazu braucht es keine weiteren staatlichen Anreize. Das ist ein ermutigendes Zeichen, dass sich nachhaltige Produkte bereits heute im Wettbewerb durchsetzen können.“ (kb)

                                   

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