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Cevian Capital: Thyssenkrupp-Verkauf der Aufzug-Sparte hebt den Kurs

Der Thyssenkrupp-Kurs könnte dank des Aufzug-Verkaufs um 20 Prozent steigen, wenn das Industrie-Konglomerat eine hohe Barzahlung für seine wertvolle Aufzugstochter erhält, erklärte einer der größten Aktionäre des Unternehmens, Cevian Capital.

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Hedgefondsmanager Christer Gardell
© metso

Thyssenkrupp, einst ein Synonym für deutsche Industriekompetenz, lebt in harten Zeiten und kämpft ums Überleben. Verkauft man sein Aufzugsgeschäft, dann könnte das mehr als 16 Milliarden Euro einbringen. Laut Christer Gardell, einem Mitbegründer von Cevian Capital, könnte ein „gutes, sauberes“ Gebot für die Sparte einen starken Druck auf Short-Positionen auslösen und den Aktienkurs deutlich nach oben treiben, berichtet Bloomberg News.

“Wenn es ein Gebot mit einem sehr bedeutenden Baranteil auf dem in den Medien genannten Niveau gibt, könnte sich der Aktienkurs meiner Meinung nach weit über einen Anstieg von 20 Prozent hinaus bewegen”, sagte Gardell in einem Interview in Stockholm.

Möglicher Rebound?
Laut Cevian Capital könnte der Verkauf der Aufzug-Sparte den gebeutelten Aktienkurs um mehr als 20 Prozent steigen lassen. 

Die Thyssenkrupp-Aktie ist in den letzten zwei Jahren um mehr als 50 Prozent eingebrochen, da das Unternehmen mit sich rapide verschlechternden Finanzen zu kämpfen hatte. Letzte Woche gab der Konzern bekannt, dass er mit einer baldigen Entscheidung zum Verkauf seiner Aufzugssparte rechne.

Wer erhält den Zuschlag? Dry Powder von Private Equity-Riesen gibt es genug
Der finnische Rivale Kone Oyj und CVC Capital Partners konkurrieren nach Angaben von Informanten mit drei Private-Equity-Gruppen. Bei diesen Gruppen handelt es sich um: Blackstone, Carlyle und Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB); Advent International, Cinven und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA); Brookfield Asset Management und Temasek Holdings.

Delikate Entscheidung
Die Vorstandsmitglieder von Thyssenkrupp sind sich uneinig, ob sie trotz kartellrechtlicher Risiken das höhere Gebot von Kone annehmen oder einen Private-Equity-Deal abschließen sollen, der keine Wettbewerbsprobleme brächte.

Cevian, mit knapp 14 Prozent zweitgrößter Aktionär von Thyssen und mit einem Sitz im Aufsichtsrat, lehnte es ab, sich zu seinem bevorzugten Gebot zu äußern. Eine Alternative, die nicht durch ein Kartellverfahren gehen muss, “hat einen besonderen Wert”, sagte Gardell. „Die Frage ist, wie groß dieser Wert ist. Es ist Sache des Vorstands und der Investmentbanker, diesen Wert zu benennen.“

Laut Gardell könnte es für Thyssenkrupp sinnvoll sein, sich aus Nicht-Stahl-Geschäften wie dem Schiffsbau und dem Fabrikbau zurückzuziehen, sobald das Aufzugsgeschäft verkauft ist. Die Konsolidierung in der europäischen Stahlindustrie sei ebenfalls “eine gute Idee”, sagte er.

Short-Squeeze möglich
Short-Interesse in Thyssenkrupp belief sich am 14. Februar auf 10,6 Prozent der ausstehenden Aktien, nach nur 2,5 Prozent vor einem Jahr, wie Daten von IHS Markit zeigen. Während das aktuelle Short-Interesse über dem historischen Durchschnitt liegt, ist es von einem Höchststand von 13,4 Prozent im September schon wieder gesunken. (kb)

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