Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

Carmignac: Dollar könnte unter Druck geraten

Der Greenback verliert bei Anlegern an Beliebtheit, der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre scheint vorüber. Carmignac-Experte Kevin Thozet nennt mehrere Gründe für diese Entwicklung.

fotolia_98986819_sergey_nivens.jpg
© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Nach mehreren Jahren, in denen der US-Dollar gegenüber anderen Währungen stetig an Wert zugelegt hat, scheint der Trend zu brechen – trotz des massiven Konjunkturaufschwungs in den USA. Eigentlich müsste die rasante Wirtschaftserholung mit einem stärkeren Greenback einhergehen, erklärt Kevin Thozet, Mitglied des Investmentkomitees von Carmignac. "Dennoch hat der US-Dollar seine Zuwächse im ersten Quartal weitgehend wieder abgegeben", berichtet er. Diese Entwicklung sei allerdings nicht so paradox, wie sie auf den ersten Blick scheint.

Thozet nennt mehrere Faktoren, die den Dollar auf mittlere Sicht unter Druck setzen könnten. Der erste: Die explodierende Staatsverschuldung der USA. "Hinzu kommt, dass ein Teil der US-Ausgaben durch Steuererhöhungen finanziert wird. Dadurch könnten US-Aktien und damit der US-Dollar an Attraktivität verlieren", sagt er. Ein dritter Faktor, der auf dem Dollar lastet: Die neue Maxime der Fed, die Inflation erst einmal laufen zu lassen. Man dürfe nicht vergessen, dass die Inflation den Zeitwert einer Währung mindert, betont Thozet. Für einen Dollar bekommt man in einem inflationären Umfeld morgen weniger Waren oder Dienstleistungen als heute.

Investoren setzen auf Europa – und auf Rohstoffe
Andere Regionen scheinen Anlegern heute offenbar attraktiver als die USA, konstatiert der Carmignac-Experte, trotz des beeindruckenden Konjunkturaufschwungs in den Vereinigten Staaten. "Mit einem Potenzial an Unternehmen, die besonders sensibel auf den Aufschwung in den Sektoren Konsumgüter, Tourismus, Finanzen oder auch Rohstoffe reagieren, bietet auch Europa Anlagechancen", sagt Thozet. Weil die Wiedereröffnung der Wirtschaft noch am Anfang steht, haben die europäischen Märkte besonders großes Aufholpotenzial.

Auch die Währungen rohstoffexportierender Länder könnten bald aufholen, prognostiziert Thozet. "Solide Fundamentaldaten und eine disziplinierte Wirtschaftspolitik dürften ihren Währungen zugutekommen, während die Preise der für den Aufschwung so nützlichen Rohstoffe wieder auf dem Stand von vor fünf Jahren sind", analysiert er. Carmignac hat deshalb in einzelne Rohstoffwährungen investiert. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren