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Carl „Pepper“ Whitbeck, AXA IM: „Preisanpassung eröffnet Chancen“

Nach dem Ausverkauf bei Hochzinsanleihen sieht Carl „Pepper“ Whitbeck für dieses Jahr ein Renditepotenzial zwischen sechs und acht Prozent. Entscheidend werden 2019 die Ausfallsraten sowie die Geldpolitik der Fed.

Carl ‘Pepper’ Whitbeck, Global Head of High Yield and US Active Fixed Income bei AXA Investment Managers
Carl ‘Pepper’ Whitbeck, Global Head of High Yield and US Active Fixed Income bei AXA Investment Managers
© AXA IM

High Yield Bonds sollten 2019 von Investoren keinesfalls untergewichtet werden, denn allen Marktturbulenzen und politischen Unsicherheiten zum Trotz seien die Aussichten für die Anlageklasse High Yield gut. Dieser Ansicht ist zumindest Carl ‘Pepper’ Whitbeck, Global Head of High Yield and US Active Fixed Income bei AXA Investment Managers. Seiner Ansicht nach werde die Kurserholung der ersten Wochen des Jahres 2019 weitergehen. Fortschritte im Handelskrieg zwischen den USA und China sowie eine weniger aggressive Geldpolitik dürften zur Stabilisierung der Märkte beitragen, sodass Whitbeck zunächst einen starken High-Yield-Markt erwartet. „Zwar wird die Volatilität anhalten, wir gehen aber dennoch von einer kuponähnlichen Rendite zwischen sechs und acht Prozent aus.“

Viertes Quartal kam Investoren teuer
Das vierte Quartal 2018 werden High-Yield-Bond-Investoren noch länger, negativ in Erinnerung behalten. Denn in den letzten Wochen des Jahres 2018 gab der US-High-Yield-Bonds-Markt alle seine zuvor erreichten Gewinne ab und erzielte eine Gesamtrendite von minus 4,67 Prozent. Das war die schlechteste Quartalsperformance seit 2015. Dass die Investoren 2019 zunächst mit Zurückhaltung begegnet sind, verwundert daher wenig.

„Die signifikante Preisanpassung in den letzten Wochen des vergangenen Jahres hat aus unserer Sicht jedoch neue Chancen eröffnet und das Potenzial für gute Ergebnisse im Jahr 2019 erhöht“, erklärt Whitbeck. Obwohl die Risiken nach wie vor hoch seien, gebe es dem AXA-IM mehrere Gründe, vorsichtig optimistisch in Bezug auf die US-Hochzinsanleihen zu sein.

Schwaches Wirtschaftswachstum hat seine Vorteile
Laut Einschätzung von Whitbeck werde sich im Vergleich zu 2018 sich das US-Wirtschaftswachstum zwar etwas verlangsamen, ein negatives Wachstum sei jedoch nicht in Sicht. „Ein langsameres Wirtschaftswachstum könnte US-High-Yield-Anleihen Rückenwind verschaffen, da es Unternehmen erlaubt, ihren Schuldverpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig die Fed von einem aggressiven geldpolitischen Kurs abhält“, hofft der Manager zahlreicher HY-Bond-Portefeuilles.  

Goldilock-Zeiten vorbei
Die Anlegerstimmung deute darauf hin, dass das Ende des Konjunkturzyklus und damit auch das Ende des sogenannten Goldilocks-Szenarios der vergangenen Jahre, also des beinahe idealen Umfelds, gekommen sei. „Die Risikoaversion der Anleger könnte entsprechend hoch bleiben. Wir erwarten, dass schlecht performende Kredite zunehmend abgestraft werden, während der Großteil der High-Yield-Anlagen im schwachen Wachstumsumfeld 2019 noch gut abschneiden könnte“, so der Experte weiter.

Gewinnwachstum sorgt für niedrige Defaults
Darüber hinaus seien die Fundamentaldaten für Hochzinsanleihen positiv. Im aktuellen Konjunkturzyklus werde der US-High-Yield-Markt im Gegensatz zu Investmentgrade-Anleihen und Leveraged Loans noch nicht von der hohen Risikobereitschaft beeinflusst, so wie es in der Vergangenheit zum Ende von Zyklen üblich war. „Wir nehmen die Verluste aus dem vergangenen Jahr sehr ernst und behalten die Entwicklung im Auge, um herauszufinden, ob eine größere makroökonomische Sorge bezüglich steigender Kosten und der Verringerung der Margen gerechtfertigt ist. Für einen Großteil unserer Portfoliobestände erwarten wir für 2019 ein potenziell positives Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr“, erklärt Pepper. Die Ausfallquoten schätzt er zwischen 1,5 und 2 Prozent ein und damit auf ein unterdurchschnittliches Niveau.

Blick auf die Fed
Die Fed werde die Zinsen voraussichtlich ruhen lassen, bis wieder Stabilität einkehrt. Wann und ob die Zinserhöhungen wieder aufgenommen werden, hänge von Wirtschaftsdaten und politischen Entwicklungen wie dem US-Handelskonflikt mit China ab. Pepper geht aktuell davon aus, dass die Fed die Zinsen 2019 nur einmal anheben wird. Die Bandbreite der möglichen Szenarios sei allerdings größer, als dies in den letzten Jahren der Fall war. „Eine sorgfältige Auswahl der Wertpapiere bleibt daher nach wie vor entscheidend“, betont Pepper abschließend. (aa)
 

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