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Warum uns der Sektor „nicht-basiskonsumgüter“ in Europa gefällt

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Der Indikator für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone zeigt zunehmenden Optimismus. Gleichzeitig steigen auch die Reallöhne, und die Kreditaufnahme von Haushalten. Von diesem Trend dürfte der Sektor Nicht-Basiskonsumgüter kurzfristig profitieren.

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Capital Group: Diese EMD-Segmente bringen derzeit satte Renditen

Nach der Rallye im ersten Quartal bestehen weiterhin Chancen bei Schwellenländeranleihen. Eine Portfoliomanagerin der Capital Group erklärt, wo Investoren Schwerpunkte setzen sollten.

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© Fotolia

Institutionelle Investoren sollten ihr Exposure in Emerging Market Debt beibehalten bzw. sogar aufstocken. Denn trotz aller politischen und wirtschaftlichen Risiken bieten Anleihen der Emerging Markets weiterhin attraktives Investmentpotenzial. Zu diesem Ergebnis kommt Kirstie Spence, Portfoliomanagerin für Fixed Income bei Capital Group, in ihrer jüngsten Analyse: „Insgesamt halte ich Qualitätsanleihen mit kürzerer Duration für interessant, aber auch ausgewählte Unternehmensanleihen, zum Beispiel von Pemex oder Endesa, mexikanische US-Dollar-Anleihen oder Titel, die unseren Analysten fundamental attraktiv scheinen“.

Günstigere Bedingungen
Nachdem Emerging-Market-Anleihen seit Jahresbeginn kräftig zulegen konnten, schätzt die Expertin sowohl die Risiken im Zusammenhang mit den begonnenen Brexit-Verhandlungen, als auch die Schwellenländer-spezifischen Risiken als relativ gering ein. Derweil sei auch von einem günstigen Umfeld für die Emerging Markets auszugehen. Als Gründe führt die Portfoliomanagerin die Erholung des Welthandels, insbesondere in den USA, Europa und Japan, und die Stabilisierung Chinas.

„Ich glaube, dass die amerikanische Zentralbank Fed die Zinsen weiter stetig anhebt und das mehr als deutlich macht“, erklärt Spence. Die Kombination aus moderaten Zinserhöhungen und Wachstum sorge oft für Mehrertrag von Schwellenländeranleihen und weiteren höherverzinslichen Titeln gegenüber anderen Festzinstiteln. Zwar seien die Bewertungen nicht niedrig: „Ich glaube aber dennoch, dass die derzeitigen Spreads einen angemessenen Ausgleich für die bekannten politischen Risiken bieten“.

Steilere Zinskurve spricht für Lokalwährungsanleihen
Angesichts der steileren Zinsstrukturkurven der Emerging Markets und der positiven Realrenditen findet Spence vor allem Lokalwährungsanleihen attraktiv. Insgesamt lege die Inflation in den Schwellenländern zu, in einigen Ländern, wie Russland und Brasilien, gehe sie jedoch zurück. Aufgrund des stärkeren Wachstums der Weltwirtschaft und der langsam steigenden US-Zinsen würden viele Emerging-Market-Währungen jetzt attraktiver erscheinen. Bleibe es bei den positiven Realrenditen und der stärkeren Weltwirtschaft, rechnet sie mit Aufwertungen.

Neben Lokalwährungsanleihenmärkten mit steileren Zinsstrukturkurven, hier beispielsweise Mexiko oder Malaysia, findet die Expertin auch argentinische Papiere sowie Anleihen aus Subsahara-Afrika attraktiv. Ähnlich agiert sie bei Ländern, für die sie einen Inflationsrückgang erwartet, beispielsweise in Brasilien oder Russland. Langfristig rechnet Spence mit einem schwächeren US-Dollar und möchte sich auf Währungen konzentrieren, die sie für fundamental günstig bewertet oder stabil hält, wie etwa den mexikanischen Peso.

Sehr interessant ist für Spence zudem Lateinamerika, zum Beispiel Mexiko und Brasilien. Für Asien geht sie von einer Wende des Kreditzyklus aus, weshalb ihr auch hier einige Märkte attraktiv erscheinen. Das gilt insbesondere für Indien, da die Inflation weiter nachlasse und sich die Zinsstrukturkurve weiter normalisieren dürfte. Der Ausblick für Europa, den Nahen Osten und Afrika sei hingegen uneinheitlich. Hier gebe es teils schwierigere Marktbedingungen, aber auch einige Kernländer hätten niedrige Renditen, etwa Tschechien und Ungarn. (aa)

 

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