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Byron Wien warnt vor Einbruch der Aktienkurse

Die US-Aktienkurse werden in den kommenden Monaten stark fallen bevor die Hausse anschließend weitergeht. Ein schnelleres Wirtschaftswachstum werde die Inflation ankurbeln und zu höheren Renditen bei US-Treasuries führen, schreibt Byron Wien u.a. in seiner jährlichen “Liste der Überraschungen”.

Byron Wien, Blackstone Group
Byron Wien, Blackstone Group, hat auf seiner "Überraschungsliste" einige interessante Prognose veröffentlicht, deren Highlights in nachfolgender Bildergalerie aufgezählt sind.
© Bloomberg

Institutionellen Investoren könnten wieder einmal vor einem hochvolatilen Anlagejahr stehen. Denn der S&P 500 werde in der ersten Hälfte des Jahres 2021 um fast 20 Prozent fallen und dann auf 4.500 steigen, geht aus einer Mitteilung hervor, die von Byron Wien, stellvertretender Vorsitzender des Geschäftsbereichs Private Wealth Solutions von Blackstone Group und dem Chefanlagestrategen Joe Zidle verfasst wurde, berichtet Bloomberg. Das US-Wirtschaftswachstum werde sechs Prozent übersteigen, was die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf zwei Prozent treiben werde, prognostizieren sie darüber hinaus.

Neuer Superzyklus voraus
“Der Erfolg von fünf bis zehn Impfstoffen zusammen mit einer Verbesserung der Therapeutika ermöglicht es den USA, bis zum Memorial Day 2021 (31. Mai) zu einer gewissen Form von ‘Normalität’ zurückzukehren”, prognostizierten sie. “Wir beginnen den längsten Konjunkturzyklus in der Geschichte und übertreffen den Zyklus von 2010 bis 2020.”

Vielbeachteter Analyst
Der 87-jährige Wien, ein ehemaliger Morgan-Stanley-Stratege, veröffentlicht seine Liste seit 1986 und ist einer der am stärksten beachteten Analysten an der Wall Street. Vor einem Jahr prognostizierte er, dass der S&P 500 an seine Rekord-Rally anknüpfen und irgendwann über 3.500 steigen würde. Auch würde das gedämpfte Wirtschaftswachstum die Federal Reserve bewegen, ihren Leitzins auf 1,0 Prozent zu senken. Um die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie zu bekämpfen, senkte die US-Notenbank die Zinsen auf fast Null. Die US-Aktien-Benchmark beendete das Jahr mit einem Allzeithoch von 3.756,07.

Bisherige Prognosen am Prüfstand
Einige seiner Prognosen für 2020 haben sich jedoch nicht bewahrheitet, beispielsweise die einer Rally des Ölpreises auf über 70 Dollar je Barrel und ein Anstieg der Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in Richtung 2,5 Prozent. Als Fehleinschätzung erwies sich auch sein Pessimismus gegenüber Technologiegiganten wie Apple und Amazon.com die ihre Marktführerschaft verlieren würden.

Prognosen für 2021
Für das kommende Jahr erwarten Wien und Zidle, dass die Fed und das Finanzministerium ihre akkommodierende Politik fortsetzen werden, um die Wirtschaft zu stützen. Eine schnellere, wenn auch noch bescheidene Inflation dürfte weitere Gold-Gewinne anschieben und die Attraktivität von Kryptowährungen steigern, sagten sie.

Das Duo rechnet auch mit einer Umkehr des Dollar-Abwärtstrends, da die an Fahrt gewinnende Wirtschaft und die anziehenden Finanzmärkte Investoren locken, die von der steigenden Verschuldung und dem langsameren Wachstum Europas und Japans “desillusioniert” sind.

Wiens Überraschungsliste listet jene Ereignisse auf, denen Investoren eine Eintrittswahrscheinlichkeit von einem Drittel beimessen, für die er jedoch eine Chance von über 50 Prozent sieht. Die weiteren Prognosen für 2021 können Sie obiger Bildergalerie entnehmen. (aa)

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