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Buffetts "Gespür für Schnee" erweist sich als goldrichtig

Das "Orakel von Omaha" hat mit seinen jüngsten Investments in Technologie-Start-ups für Verwunderung gesorgt. Die Beteiligung an dem Cloud-Spezialisten "Snowflake" hat sich aber für Warren Buffett bereits ausgezahlt.

Die lebende Investoren-Ikone Warren Buffett
Die lebende Investoren-Ikone Warren Buffett
© Houston Cofield / Bloomberg

So einen Börsengang sieht man nicht oft: Am vergangenen Mittwoch (16. September) wurden die Aktien des US-Softwarespezialisten "Snowflake" erstmals an der New York Stock Exchange gehandelt. Der Ausgabepreis lag bei 120 US-Dollar je Aktie – am Ende des Tages stand der Aktienkurs mit 254 Dollar mehr als doppelt so hoch. Ursprünglich hatte das Unternehmen einen Ausgabepreis von 75 bis 85 Dollar angepeilt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Nach dem ersten Handelstag lag die Marktkapitalisierung von Snowflake bei rund 70 Milliarden Dollar. Zu den Profiteuren des Raketenstarts gehört auch Anleger-Legende Warren Buffett. Er hatte sich im Vorfeld des IPO mit 550 Millionen Dollar an dem Cloud-Start-up beteiligt.

Die jüngsten Investitionen des Neunzigjährigen im Silicon Valley hatten bei Marktbeobachtern für Stirnrunzeln gesorgt. Buffett ist als eingefleischter Value-Investor bekannt und hatte Tech-Unternehmen stets kritisch gesehen. Mit seinem Engagement bei Snowflake hat er sein legendäres Gespür für lohnende Investments aber einmal mehr unter Beweis gestellt. Der Wert seines Aktienpakets stieg laut FAZ am ersten Handelstag um rund 820 Millionen Dollar. Da dürfte es zu verschmerzen gewesen sein, dass die Snowflake-Aktie am Folgetag zwischenzeitlich rund zehn Prozent im Minus notierte.

Gutes Zeichen für Palantir und AirBnB
Neben Buffett gehört unter anderem die Beteiligungsgesellschaft Iconiq Strategic Partners zu den Großaktionären des Cloud-Spezialisten. Sie tätigt Investitionen für die Prominenz des Silicon Valleys, darunter Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Twitter-Chef Jack Dorsey. Insgesamt hat Snowflake mit seinem IPO fast 3,4 Milliarden Dollar eingesammelt und damit den größten Börsengang hingelegt, den die Softwarebranche bislang erlebt hat. Die Chefs des Unternehmens zeigen sich von dem Erfolg selbst überrascht: "Wir waren fassungslos, wie jeder andere auch", so Mitgründer Benoit Dageville gegenüber der FAZ.

Der Erfolg von Snowflake könnte am Markt als positives Signal für weitere anstehende IPOs gedeutet werden. In der kommenden Woche soll der vom Investor Peter Thiel gegründete Datenanalyse-Dienstleister Palantir an die Börse gehen. Auch AirBnB bereitet derzeit den Sprung aufs Börsenparkett vor. (fp)

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