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BrickVest-Investorenbarometer: Immo-Risikoakzeptanz nimmt weiter ab

Internationale professionelle Immobilieninvestoren agieren zunehmend vorsichtiger und zeigen derzeit eine deutliche Präferenz für Strategien mit moderaten oder geringen Risiken.

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Thomas Schneider, Mitgründer und CIO von BrickVest, kommentiert: „Vordergründig setzt sich der stabile Trend zu Strategien mit moderaten bis geringen Risiken aus den Vorquartalen weiter fort. Auf den zweiten Blick sind inzwischen jedoch deutliche Verschiebungen der Investorenpräferenzen erkennbar. Zum einen zeigt sich, dass insgesamt auch andere Assetklassen wieder stärker in den Fokus rücken, was nicht zuletzt dem sich verstetigenden Aufwärtstrend der Leitzinsen in den USA geschuldet ist. Zum anderen kalkulieren offenbar immer mehr Investoren nach der langjährigen Renditekompression eine Abschwächung der Preisdynamik an den Immobilienmärkten ein und agieren entsprechend vorsichtiger, beispielsweise auch durch eine Fokussierung auf Trophy-Objekte in etablierten Lagen großer Primärstandorte mit liquiden Märkten. Dabei beobachten wir eine ausgeprägte Präferenz für Großbritannien, aber auch zunehmend für die USA.“
© BrickVest

Der Anteil derjenigen, die bei ihren Engagements moderate Risiken bevorzugen, lag im vierten Quartal 2018 mit 56 Prozent so hoch wie noch nie zuvor seit dem Beginn der Erhebungen für das Immobilien-Investorenbarometer von BrickVest im Jahr 2017. Der Anteil jener, die geringe Risiken bevorzugen, lag mit 24 Prozent nur unwesentlich niedriger als ein Jahr zuvor (26 Prozent), während der Anteil der Investoren mit einer hohen Risikoakzeptanz im Vorjahresvergleich um mehr als ein Viertel zurückging und nur noch bei 20 Prozent lag.

Die Risikoneigung wird dabei jeweils mittels einer Skala von Null (geringes Risiko bzw. Fokussierung auf Erträge) bis 100 (hohes Risiko bzw. Fokussierung auf Kapitalwachstum) angegeben. Das Immobilieninvestmentbarometer von Brickvest basiert auf einer quartalsweisen Onlinebefragung von rund 5.000 internationalen professionellen BrickVest-Immobilieninvestoren.

US-Amerikaner akzeptieren höchste Risiken, Franzosen setzen auf Sicherheit 
Analysiert man die Angaben der Befragten nach deren Herkunftsregionen, zeigen US-amerikanische Investoren die höchste, französische Investoren dagegen die geringste Risikoneigung. Nur 14 Prozent der US-Investoren präferieren Low-Risk-Strategien, während 29 Prozent von ihnen bereit sind, hohe Risiken einzugehen. Unter den französischen Investoren hingegen favorisieren 31 Prozent geringe Risiken, während nur noch acht Prozent von ihnen bereit sind, hohe Risiken einzugehen. Letzteres entspricht im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 72 Prozent und damit der stärksten Abnahme der Risikobereitschaft, die innerhalb des aktuellen Barometers zu verzeichnen war.

Bei deutschen Investoren zeigt sich ein ähnlicher Trend
Dieser ist allerdings weniger stark ausgeprägt. Hier liegt der Anteil von Investoren mit Low-Risk-Strategien mit 27 Prozent annähernd auf Vorjahresniveau. Der Anteil derjenigen, die hohe Risiken favorisieren, ging um 44 Prozent auf nunmehr 15 Prozent zurück, während der Anteil der Investoren mit Präferenz für moderate Risiken um 27 Prozent auf nunmehr 58 Prozent erhöhte.

Investmentziele
Unter den von den Befragten genannten Investmentzielen dominieren – wie bereits in den vorangegangenen Quartalen das Wachstum des Kapitals (46 Prozent) und die Erzielung von Erträgen (40 Prozent), während für sieben Prozent der Befragten das Thema Liquidität im Vordergrund steht.

Großbritannien bleibt ungeachtet der Brexit-Debatte beliebtester Zielmarkt 
Bemerkenswert ist, dass Großbritannien ungeachtet der erheblichen Unsicherheiten bezüglich der Ausgestaltung des bevorstehenden Ausscheidens aus der Europäischen Union weiterhin der insgesamt beliebteste Zielmarkt von professionellen Immobilieninvestoren ist. 32 Prozent der befragten Investoren nannten Großbritannien als den von ihnen bevorzugten Markt; mit deutlichem Abstand folgten Deutschland, die USA und Frankreich mit Anteilen von 23 Prozent, 20 Prozent beziehungsweise 17 Prozent der Nennungen.

Interesse der deutschen Investoren konzentriert sich weiterhin auf den Heimatmarkt
41 Prozent denken so, während nur 22 Prozent Großbritannien favorisierten. Der Anteil  deutscher Investoren, die Frankreich präferieren, hat sich gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres (sieben Prozent) auf nunmehr 17 Prozent mehr als verdoppelt. Für den Immobilienmarkt der USA interessieren sich jeweils rund ein Fünftel der britischen sowie der deutschen Investoren – und damit deutlich mehr als vor einem Jahr.

Kaum verändert hat sich im Vorjahresvergleich das Interesse an Primär- beziehungsweise Sekundärstandorten. Beinahe zwei Drittel (60 Prozent) der Investoren bevorzugen Primärstandorte, die verbleibenden 40 Prozent hingegen konzentrieren sich auf Sekundärstandorte.

Rückgang des Immobilienanteils am Investmentvolumen erwartet 
Bemerkenswert ist der im Vorjahresvergleich relativ deutliche Rückgang des erwarteten Immobilienanteils am Investmentvolumen der nächsten zwölf Monate. Gaben die Befragten aktuell im Durchschnitt an, dass das erwartete Volumen ihrer Immobilieninvestments in den nächsten zwölf Monaten sich auf 3,0 Prozent ihrer insgesamt verwalteten Vermögenswerte (Assets under Management) belaufen werde, so waren dies ein Jahr zuvor noch 4,3 Prozent gewesen. (kb)

 

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