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BNY Mellon: US-Municipals sind die besseren Bundesanleihen

Höhere Renditen, starke Bonität und die langfristig angedachten Infrastruktur-Projekte von US-Präsident Donald Trump könnten aus US-amerikanischen Kommunalanleihen, also sogenannten „Municipal Bonds“, eine starke Alternative zu deutschen Bundesanleihen machen.

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Municipals sind laut BNY Mellon eine gute Alternative zu Bundesanleihen.
© oneinchpunch / stock.adobe.com

10-jährige Bundesanleihen sind auf ein Rekordtief gefallen. Anleger bezahlen immer mehr dafür, dass sie in sichere Anleihen investieren dürfen. Jeff Burger, Fondsmanager des BNY Mellon US Municipal Infrastructure Debt Funds bei Mellon, eine Investmentgesellschaft von BNY Mellon Investment Management setzt vor diesem Hintegrund auf ein alternatives Produkt: US-amerikanische Kommunalanleihen, so genannte „Municipal Bonds“:

„In den Vereinigten Staaten sind Kommunalanleihen, die von den Bundesstaaten, Städten und Gemeinden zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten wie Straßen, Schulen, Flughäfen begeben werden, eine etablierte Anlageklasse, die sich auch europäische Investoren erschließen können. Im Vergleich zu anderen festverzinslichen Wertpapieren haben sie gleich mehrere Vorteile. Zum erste sind sie deutlich sicherer als US-Unternehmensanleihen mit vergleichbarer Kreditqualität. Bei Emissionen mit Investment-Grade-Status etwa fallen im Schnitt 2,4 Prozent der Unternehmensanleihen aus, aber nur 0,04 Prozent der Kommunalanleihen."

Höhere Rendite
Zweitens, so der Manager weiter, werden für US-Kommunalanleihen höhere Renditen gezahlt. Ein Beispiel: US-Municipals mit einer A-Bonität bieten mit einer Laufzeit von drei Jahren 2,96 Prozent, vergleichbare US-Staatsanleihen 2,36 Prozent und Unternehmensanleihen 2,79 Prozent (Stand April 2019). Und drittens ist diese Anlageklasse laut BNY Mellon weniger volatil, "weil US-Anleger damit verbundene Steuervorteile nutzen und die Papiere in der Regel bis zum Ende der Laufzeit halten. Zwei Drittel des gesamten Marktes für US-Kommunalanleihen liegen in Händen privater Anleger, entweder direkt oder über Fonds."

"Neben diesen grundsätzlichen Vorteilen hat sich zuletzt auch das Marktumfeld für US-Kommunalanleihen verbessert. Aufgrund der gestiegenen Zinsen und der damit verbundenen höheren Finanzierungskosten haben Bundes- und lokale Behörden weniger Neuemissionen ausgegeben. Gleichzeitig gab es 2019 die bislang höchsten Zuflüsse seit 1992 in diese Anlageklasse. Die Folge: Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hat zu einem knappen Angebot und damit steigenden Renditen geführt", so der BNY Mellon-Experte

Wild Card Trump
Falls der Plan von US-Präsident Donald Trump in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar, um die vielerorts schlechte Infrastruktur zu verbessern, in den nächsten Jahren umgesetzt wird, dürfte dies das Angebot an Kommunalanleihen außerdem erheblich erhöhen. "Denn aus dem angedachten Budget sollen nur 200 Milliarden US-Dollar aus Bundesmitteln finanziert werden, während der Rest von den Bundesstaaten, Städten und dem privatwirtschaftlichen Sektor getragen werden soll. Momentan sieht es allerdings nicht so aus, als ob dieser Plan vor der nächsten Präsidentschaftswahl tatsächlich Wirklichkeit wird", so das Fazit der BNY-Einschätzung. (hw)

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