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Bericht von der BNY Mellon Investmentkonferenz plus Fotogalerie

Kürzlich stellten in Frankfurt einige Boutiquen des Multiboutique-Hauses BNY Mellon Investment Management ihre Strategien vor, die derzeit im Fokus liegen: Von Emerging Markets Corporate Debt über Multi-Asset-Strategien bis hin zu US-Infrastruktur mit Municipal Bonds.

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Die Konferenz von BNY Mellon IM war gut besucht.
 

Gut 50 Investoren, Multiplikatoren und Journalisten fanden sich in der 21. Etage im Intercontinental Hotel, mit Blick über die Frankfurter Skyline, ein. Institutional Money" war ebenfalls vor Ort und hat ein paar Highlights dieser gelungenen Veranstaltung in einer kleinen, aber feinen Fotogalerie verewigt:

EM Corporate Debt
Nach der Begrüßung durch Thilo Wolf, Country Head Germany von BNY Mellon Investment Management, stellte Investment Spezialistin Emma du Haney von Insight Investment ihre Emerging Markets Corporate Debt-Strategie vor. „Emerging Market Debt weist gegenüber EU- und US-Corporates eine deutlich niedrigere Zins-Duration auf“, erklärt sie, und immerhin seien 60 Prozent des Index im Investment Grade-Bereich zu finden. „Corporates sind eigentlich die riskantere Version ihrer jeweiligen Sitz-Länder“, erklärt du Haney. Darum verwendet Insight sowohl einen Top-Down-Ansatz, bei dem die Länderallokation festgelegt wird, als auch einen Bottom-up-Ansatz, für den eng fokussierte Analysten die einzelnen Unternehmen in den Emerging Markets untersuchten. Gegenüber 2008 sei der Markt mittlerweile viel liquider: „Emerging Market Corporate Debt ist mittlerweile ein Markt, der zwei Billionen US-Dollar groß ist – etwa vier Mal so groß wie 2008“. 

High Yield mit kurzer Duration
Eine weitere Strategie stellte Dr. Ulrich Gerhard vor, der für Insight Investment einen Fonds aus Hochzinsanleihen mit kurzer Duration managt. „Die meisten unserer Investoren sind Pensionsfonds“, erklärt er, „und die bevorzugen bei High Yields eher kurze Restlaufzeiten. Am liebsten in Form von LIBOR + Absolute Return.“ Er verwies darauf, dass es in Europa im BB-Bereich im Jahr 2016 zu keinerlei Ausfällen kam, während es in den USA im Energie- und Minensektor durchaus Ausfälle zu beklagen gab. „Wir investieren nur in Firmen, die einen positiven Cash Flow haben. Andernfalls wären die Firmen gezwungen, bei Auslauf der Kredite zu refinanzieren, was ein Risiko darstellt. Aus diesem Grund investieren wir zum Beispiel nicht in Tesla oder Netflix“, so Gerhard. Sein Fonds hat ein durchschnittliches Credit-Rating von B+ und investiert zu 70 Prozent in den USA. 80 Prozent des Volumens werden immer in Hochzinsanleihen investiert, während etwa 10 Prozent in Emerging Markets fließen.

Unconstrained Multi-Asset-Strategie
Aron Pataki von Newton Investment Management stellte eine von Newtons Multi-Asset-Strategien vor, die unconstrained ist. Auffällig ist, dass der Fonds derzeit eine 20-prozentige Cash-Quote sowie zwei Prozent in physischem Gold hält. „Als größtes Risiko für unser Portfolio sehen wir steigende reale Zinssätze“, so Pataki. 

Infrastruktur-Investments mit US-Municipal Bonds
Simon Surtees von Standish erklärte die US-Municipal-Bond-Strategie, die BNY Mellon IM im April 2017 als UCITS-Format auf den europäischen Markt gebracht hat. „Der Markt der Municipal Bonds ist keineswegs neu. New York brachte 1812 den ersten dieser Bonds heraus, um eine Brücke zu finanzieren“, erklärt Surtees, „mittlerweile ist der Markt 3,8 Billionen US-Dollar groß, und es gibt rund 50.000 Emittenten und zirka eine Million Emissionen.“

Weil viele US Municipals für US-Steuerbürger steuerfrei seien, machten US-Bbürger rund 70 Prozent der Anlegerschaft aus. „Wenn man den Markt gut kennt, und die Bonität der Emittenten beurteilen kann, ergeben sich hieraus Vorteile, die man nutzen kann“, so Surtees. Insgesamt sei die Credit-Qualität im Bereich der US-Municipal Bonds besser und die Ausfälle geringer als im Corporate-Bereich. Allerdings sei der Markt weniger liquide, gibt er zu. 

Europas Versicherer, aufgepasst!
Auf einen Vorteil für europäische Versicherungsunternehmen verweist Surtees noch: „Dank der Infrastruktur-Exposure von US-Municipals ist die SCR-Anrechung mit 5 – 12 Prozent relativ niedrig“, so Surtees, also deutlich niedriger als für Corporate Investment Grade oder Mulit-Asset oder High Yields Emerging Markets. Weniger gut dürfte europäischen Versicherern allerdings schmecken, dass es sich hier um eine reine US-Dollar-Assetklasse handelt, aber Hedging in Euro erspart ebefalls SCR. (ad)

 

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